seine Freigebigkeit lind Mildtkätigkeit, über seine Pro-jecte und Unternehmungen. Herr von Bismarck musstees sich gefallen lassen, in den pikanten Artikelchender Localblätter neben Strousberg und neben der Lucca zu figuriren, und diese oder jene Zeitung warf allenErnstes die Frage auf: wer denn grösser sei, der„eiserne Graf“ oder der „Eisenbahn-König“? Auchdie Witzblätter behandelten den „Wunderdoctor“ inWort und Bild, und diese Witze sollen ausserordent-lich honorirt worden sein.
So wurde Strousberg zum Tagesgespräch, diegrösste Berühmtheit Berlin’s . An den Schaufensternder Buch- und Kunsthandlungen erschien der mehrrobuste als geistreiche Kopf des grossen „Doctors“,sowie eine „Biografische Karakteristik“ (buchstäblich!),geschrieben von einem Literaten, der sich einen Ma-gyaren zu nennen liebt, und das ellenlange Verzeich-niss seiner „Werke“ stets bei sich führt, wie im „DonJuan“ Leporello die Liste von den Liebschaften seinesHerrn. Strousberg legte sich endlich auch noch eineeigene Zeitung bei,«die „Post“; sie erforderte, wie manbehauptet, einen Zuschuss von jährlich 40 bis 80,000Thalern, hatte zu Mitarbeitern eine gar seltsame Ga-