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decken, und um das Risico möglichst zu theilen —bildete man wol auch nicht blos ein Consortium (Ge-nossenschaft), sondern mehrere hintereinander. Derinteressanteste Fall dieser Art ist der folgende.
Herr H., ein von Statur nur kleiner, aber in Ge-schäften sehr gewandter und darin auch stets äusserstglücklicher Mann, verband sich im November 1871mit guten Bekannten zur Gründung eines „artistischen“Unternehmens. Nachdem die Zeichnungen geschehen,verkaufte das erste Consortium die Actien an ein zweitesConsortium zum Course von 75, worauf sie ein drittesConsortium zum Course*von 85 übernahm und sieeinem vierten Consortium zum Course von 93 über-liess. Dieses endlich brachte die Actien, an die Börsezum Course von-110, und schlug sie zu die-
sem Preise auch wirklich los. Der Leser schüttelt ver-wundert den Kopf. Aber er wird sich erst recht wun-dern; wenn er hört, dass der kleine geschickte muntereHerr H. allen vier Consortien angehörte. In der That,Herr H. trat viermal hintereinander, zugleich als Ver-käufer und als Käufer, als „Geber“ und als „Nehmer“auf, und verdiente natürlich jedesmal doppelt, nachrückwärts wie nach vorwärts hin.
Und wir sind noch nicht zu Ende. Zeigt dieser