ander 120,000 Thaler, 150,000 und 200,000 Thalerverlangt hatte, verkaufte schliesslich für 250,000 Tha-ler, wodurch ihm ein baarer Gewinn von 180,000Thaler zufiel. Als aber vierzehn Tage später seinehemaliges Haus von einer Bank für 400,000 Thalererstanden ward, iibermannte ihn die Verzweiflung under — knüpfte sich auf.
Die Gerechtigkeit verlangt zu vermerken, dass derHäuserschacher nicht ausschliesslich von Juden und•Börsenrittern betrieben wurde, sondern auch von an-dern Leuten, z. B. von Mitgliedern der Aristokratie,die ja überhaupt der Börse und den Gründern eineReihe höchst gelehriger Schüler und sehr bereitwilligerGehülfen lieferte. Verschiedene hochadlige Herrenverschmähten es nicht, gleichfalls „in Häusern zumachen“. So meldete die „Neue Börsen-Zeitung“unterm 2. December 1871: Ein bekannter schlesischerMagnat hat durch Häuser-Speculationen in Berlin inwenigen Monaten an 300,000 Thaler verdient. „Dergenannte Herr, der seine Operationen meist in Ver-bindung mit einer Dame von hocharistokratischemNamen unternimmt, hat ausserdem eine Anzahl Grund-stücke an sich gebracht, deren Verkauf mit Gewinn-beträgen in gleicher Höhe so gut wie gesichert ist.“