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auf dem „Bismarck-“ oder „Moltke- Platz“ wird derSchäfer wieder seine Hammel weiden! Aber wie vielErnten sind inzwischen verloren gegangen, welcheKräfte haben seither gefeiert! — Das ist der volks-wirtschaftliche Segen der Baugesellschaften und derGründungen überhaupt.
Die Baugesellschaften haben der „Wohnungsnoth“nicht gesteuert, sondern dieselbe erst künstlich erzeugt.Professor Gneist traf dem Nagel auf den Kopf, als erauf dem socialpolitischen Congress zu Eisenach äusserte:Soll die Wohnungsnoth sich heben, so müssen erst sämmt-liche Actienbauvereine zu Grunde gehen. — Die theuern,systematisch gesteigerten Miethen sind mit ein Haupt-grund für den Rückgang der Berliner Universität. Mitin Folge der „Wohnungsnoth“ sind Hunderte von Studi-renden nach Leipzig und andern Orten übergesiedelt.Am liebsten hätten die Gründer auch die „Lunge vonBerlin “, den Thiergarten, „parcellirt“. Aber ringsumhaben sie eine Reihe von schattigen Gartenlocalen, andenen es in dieser Gegend nun völlig mangelt, wieMoritzhof, Albrechtshof, Hofjäger, Birkenwäldchen,thatsächlich in sandige „Baustellen“ umgewandelt. Umdem Unwesen Einhalt zu thun, wurde von verschiede-nen Seiten eine Besteuerung der Baustellen vor-