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Der Börsen- und Gründungs-Schwindel in Berlin : gesammelte und stark vermehrte Artikel der "Gartenlaube" / von Otto Glagau
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Athem rangen, schrieen sieHört! Hört! undBravo,Bravo!; und als er geendet, schlichen sie an ihnheran, drückten ihm krampfhaft die Hände und über-schütteten ihn mit Glückwünschen.

LaskersEnthüllungen waren freilich nur mangel-haft und einseitig. Sie behandeln einige wenige Eisen-bahn-Gründungen untergeordneter Art, uud seine An-griffe richten sich ausschliesslich gegen ein paar con-servative Gründer, gegen blosse Dilettanten, die sichvon professionellen Gründern haben vorschieben lassen.Man hat sein Auftreten sogar eine edle Dreistigkeitgenannt, insofern er doch wissen musste, dass diegroben grossen Gründer hauptsächlich zu seinen Glau-bensgenossen gehören, und die Verbündeten und Ge-hülfen derselben vorwiegend unter den liberalen Par-lamentsmitgliedern sitzen.

Allein Lasker hat doch immer den Stein ins Rollengebracht. Er hatte Rücksichten zu nehmen; darumwar sein Vorgehen ein diplomatisches. Er exempli-ficirte das Gründungsunwesen an einem Vertrage zwi-schen Finanzcomite und Baucomite, welchen gewissePersonen zum Theil mit sich selber abgeschlossenhatten, und sagte dann: Ich sehe in diesem Saale Niemanden, den ich bei dem Vertrage mit den Finanz-

Glagau, Der Börsenschwindel. 16