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und in diesem Glauben scheint sich auch der aller-grösste Theil der Börse zu befinden.
Die Mehrzahl der Jobber, wie die blossen Spielergenannt werden, hält nicht lange Stich, sondern ver-schwindet etwa binnen Jahres-, ja häufig schon nachMonatsfrist; und sie werden nur dann vermisst, wennsie, was sich nicht zu selten trifft, die Differenzenschuldig gehlieben sind. Wie man behauptet, sollendie Haussiers besser als die Baissiers oder Fixer ge-deihen, aber genauer besehen, spinnen die Jobber über-haupt keine Seide. Sie bereichern nur die Banquiersund die Makler, und die kleinen Speculanten werdenfast regelmässig von den grossen aufgefressen. Nurselten versteht es Einer, sich zur rechten Zeit mitseinem Gewinnst znrückzuziehen; häufig verliert erihn wieder und das Doppelte' und Dreifache dazu.Sicher ist, dass hier viele Familien ruinirt werden, undder Teufel hier eine reiche .Ernte hält.
Gegen das Spiel an der Börse sind alle Hazard-spiele blosse Kindereien, waren sogar die aufgehobenensogenannten „Spielhöllen“ unschuldig zu nennen. InHomburg oder Baden-Baden konnte man doch nur soviel verlieren, als man gerade bei sich fyatte. Beim„Differenzein“ an der Börse weiss man nie, wieviel