Druckschrift 
Die Arbeits- und Wirtschaftsverhältnisse der Einzelsticker in der Nordostschweiz und Vorarlberg / von Alfred Swaine
Entstehung
Seite
63
Einzelbild herunterladen
 

LÖHNE, ARBEITSZEIT UND ARBETT8UA.UM.

«3

Übertrag 2187 Fr.

Fädlerlolm.430

Garn, Wachs, Maschinenöl,

Petroleum, Seifenwasser,

Nadeln, Nachsticken . . . 350

Maschinenreparatnren, Ma-schinenzins, Amortisation . 150

950

Nettoverdienst 1237 Fr.

oder per Tag 4,12 Fr.

Dies die Angaben für mittlere Sticker; nach derselbenBerechnungsart Avurde mir der Netto-Verdienst eines Fein-stickers auf 45 Fr., der eines Grobstickers auf 22,50 Fr.angegeben.

Betrachtet man die einzelnen Angaben näher, so findetman, dass über die nötigen Auslagen ziemliche Überein-stimmung herrscht. Diese Unkosten scheinen mir richtigveranschlagt zu sein. Der Schweizer Fabrikinspektor desIII. Kreises giebt sie für eine Fabrik, auf 100 Stich redu-ziert, folgendermassen an: 1 2

Heizung, Beleuchtung, Schmieröl, Nadeln,

Seifenwasser, Wachs.1,80 Cents

Garn. 6,00

Nachsticken.1,00

Haus- und Maschinenzins.0,44 -

9,24 cents

per 100 Stich.

Also per Tag berechnet auf 2000 Stich mindestens Fr. 1,85Dazu kommt nun noch die Fädlerin .... 1,50

macht tägliche Unkosten Fr. 3,35

Im Gegensatz zu den Angaben über die nötigen Aus-lagen schwanken die iiher die täglichen Stichleistungen sehrstark. Von den angeführten Berechnungen gehen drei daraufein, jede ist anders geschätzt, und die Extreme differierenum 600 Stich, oder in Geld umgesetzt, um einen Netto-

1 Vergl. Quellenangabe No. 8, .Tabrg. 1884/85 S. 110.

2 Hierbei scheint ein Irrtum unterlaufen zu sein.