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Die Arbeits- und Wirtschaftsverhältnisse der Einzelsticker in der Nordostschweiz und Vorarlberg / von Alfred Swaine
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VII. KAPITEL.

Die Krankheiten, von denen die Sticker mehr als dieübrigen Berufsklassen heimgesucht werden, sind folgende:

1. Krankheiten der Verdauungsorgane (Mund-,Zahn-, Magen-, Darm- und Leberkrankheiten). Es littenjährlich 9,99 °/o der Sticker daran, und nur die mechanischenWerkstätten mit 10%, die Baumwollwebereien mit10,34% und die Papierfabriken mit 10,76% zeigen hierinnoch ungünstigere Verhältnisse.

2. Krankheiten der Atmungsorgane (Lungen-, Kehl-kopf- und Brustkrankheiten). Hieran erkrankten jährlich7,07 % der Sticker. Ungünstiger stellten sich nur mit8,02% die Beschäftigten in Papierfabriken und mit 7,68%die Arbeiter in mechanischen Werkstätten.

3. Krankheiten der Bewegungsorgane (Knochen-und Gelenkkrankheiten, Rheumatismus). Die Sticker werdenhier mit ihren 3,87 % nur von den Arbeitern in mecha-nischen Werkstätten, von denen 5,14% jährlich erkrankten,übertroffen.

4. Krankheiten der Haut (Ausschläge, Abscesse).Die Sticker bleiben hier mit 2,42 % nur hinter den Arbeiternin den Färbereien und Bleichereien 3,23 % und denin mechanischen Werkstätten Beschäftigten 3,28 %zurück.

5. Krankheiten der Augen. Daran litten 1,47% derSticker, eine Zahl, die von keiner der anderen Industrienerreicht wird und beinahe das Doppelte des Durchschnittsbeträgt.

Betrachten wir einmal in Bezug auf diese KrankheitenMänner und Frauen, mit anderen Worten Sticker undFädlerinnen besonders. Da ergiebt sich folgendes. Es er-

krankten an Störungen

der

Krankheitsart

Sticker

Fädlerin

Verdauung

9,63 %

12,66 %

Atmung

7,47

5,72

Bewegung

4,24

2,43

Haut

2,04

4,44

Augen

1,42

2,01

Verletzungen

1,82

0,30