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Die französischen Kolonialbanken / von Otto Soltau
Entstehung
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2. DIE ENTWICKLUNG DER BANK".

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bedeutende Leistungen auferlegt. Dazu gehört erstens eine jähr-liche Abgabe an den Staat von 200 000 fr., die von 1906 abauf 250 000 fr. und von 1913 ab auf 300 000 fr. steigt; sodannein einmaliges zinsloses Darlehen von 3 Millionen fr. für dieDauer des Privilegs der Bank. Darlehen und jährliche Abgabesollen zur Gründung einer Agrarbank in Algerien dienen unddie Entwicklung der Bank von Algerien zu einer reinen Handels-bank in die Wege leiten. 1 )

Neben diesen Leistungen an den Staat muß die Bank nochverschiedene fest benannte Geschäfte des französischen Schatz-amts in Algerien unentgeltlich besorgen. 2 ) In dieser Aufgabe be-rührt sie sich mit der Bank von Indochina. Auch sonst konntenwir bislang auf manches hinweisen, was sie mit allen Kolonial-banken gemeinsam hat. Aber im Ganzen fällt die Bank von Al-gerien doch etwas aus dem Rahmen einer Kolonialbank heraus;sie bildet schon eine Übergangsstufe zwischen den Kolonial-banken und den Banken des Mutterlandes (Kontinentalbanken).Dieser Umstand rechtfertigt es wohl zur Genüge, daß wir dieBank von Algerien , wie eingangs dieser Arbeit versprochen, vonallen Kolonialbanken zuletzt und nicht zuerst behandelt haben.

4 ) Gesetz vom 5. VII. 1900 Art. 5/6.2 ) Gesetz vom 5. VII. 1900 Art. 79.