derte sich beispielsweise im Jahresdurchschnitt die Bevölkerungder Kreise: Preuzlau um 7,65, Westprieguitz um 13,75, Demmiuum 7,12, Greifenberg um 6,25, Dramburg um 7,5, Bütow um 5,63,Franzburg um 8,34, Grimmen um 11,5, Wohlau um 7,6, Freistadt um 6,4, Glogau um 5,62, Schönau um 7,9 v. H. Und das, obgleichdiese ländlichen Bezirke doch einen sehr erheblichen Geburten-überschufs hatten und gleichzeitig die Bevölkerung Preufseus einjährliches Wachstum von 9,14 v. H. auf wies.
Unter der Entvölkerung des platten Landes, die die Wirkungder ungesunden Besitzverteiluug ist, leiden auch die Landstädteund Kleinstädte schwer, da ihre Kundschaft sich immer mehrverringert, zumal der Grofsgrundbesitzer für seine verfeinertenBedürfnisse in der kleinen Stadt nicht genügende Auswahl findetund dafür Grofsstädte aufsucht. Der polnische Wanderarbeiteraber schickt seine Ersparnisse in die Heimat und gibt dem Hand-werker und Geschäftstreibenden der Landstadt in der Nähe seinesArbeitsortes sehr wenig zu verdienen. Für diese Städte ist daherdie Schaffung von Kleingrundbesitz — die innere Kolonisation —eine Lebensfrage. Dadurch dafs durch Getreidezölle die Bedin-gungen für den Grofsgrundbesitz künstlich erhalten werden, schädigtman also die Entwicklung dieser Ortschaften schwer.
In den Gegenden des überwiegenden Kleinbesitzes und derfreien Teilbarkeit von Grund und Boden findet in der Landwirt-schaft keine erhebliche Abwanderung statt. So wies denn nochvon 1882 auf 1895 nur die Zahl der landwirtschaftlichenArbeiter einen Rückgang auf, die der selbständigen Landwirtedagegen noch eine kleine Zunahme.
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Der landwirtschaftliche Grofsbetrieb mit überwiegendem Ge-treidebau braucht viel Maschinenkraft und wenig ständige Arbeiterder Kartoffel- und Rübenbau aber Saisonarbeiter, die er den Winterüber nicht zu beschäftigen vermag. Der Kleinbetrieb dagegen