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mit vorwiegender Viehzucht, mit Gemüse- und Obstbau hat eineviel bessere Ausnützung der Arbeitskräfte auch im Winter.
In den Jahrzehnten der hohen Getreidepreise war auch vorEinführung der Getreidezölle die Auswanderung eine sehr be-trächtliche, da es damals lukrativ wurde, Bauernland aufzukaufenund die Fläche für den Getreidebau im Grofsbetrieb zu vermehren.
wanderten aus
aus:
Bei einem
Im Jahrzehnt
Menschen
Weizenpreis
Roggenpreis
pro t in Preufsen
pro t in Preufsen
1841—1850
434 626
167,8
123,0
1851—1860
951 667
211,4
151,5
1861—1870
822 007
204,6
154,0
1871—1880
757 698
223,2
172,5
In der letzten Periode zeigten aber nur die Jahre nach dem
Kriege starke Auswanderungsziffern, die gleichzeitig die Jahresehr hoher Getreidepreise waren. 1876 wanderten nur noch29 664 Menschen, 1877 nur 22 898, in 1878 nur 25 627, in 1879bereits wieder 35 888 Menschen nach den Vereinigten Staaten von Amerika aus. Dabei war in der zweiten Hälfte der 70erJahre die Wirtschaftslage in Deutschland ungünstig. Das Bildänderte sich vollständig mit der Inaugurierung der Schutzzollpolitik;1880 beträgt die Auswanderuugsziffer 117 007. Im folgenden Jahreerreichte sie die enorme Ziffer von 220 902 Köpfen; 1882 betrugsie 203 585 und hielt sich 1883—85 auf der immerhin sehr beträcht-lichen Höhe von 173 616; 149 065 und 110 119; in der zweitenHälfte der 80 er Jahre verminderte sie sich dann etwas mit 83 225in 1886 und hielt sich dann mit 104 787, 103 951, 96 070, 97 103stets nahe an 100 000, um in den Teuerungsjahren 1891 und1892 wieder die gewaltige Höhe von 120 089 und 116 339 = 2,41und 2,31 pro Mille der Bevölkerung zu erreichen. In den 13 Jahrender sich steigernden Hochschutzzollpolitik verlor Deutschland durch