von 1895—1909 nur eine geringfügige Vermehrung erfuhr, dieAusgaben für Natural Verpflegung von 106 auf 173 Millionen Jlstiegen, d. i. unj 62,3, während gleichzeitig die Ausgaben für Geld-verpflegung nur um 19 v. H. Zunahmen. Allerdings sind hierbei dieMehrkosten des inzwischen für die Mannschaften des Heeres einge-führten warmen Abendbrotes mit ca. 5 Mill. Jl in Abzug zu bringen.
Gerade auch das Fiuanzinteresse Deutschlands würde die Rück-kehr zum Freihandelssjstem gebieterisch fordern.
Allerdings hat unter der Ende 1907 einsetzeuden, internatio-nalen Wirtschaftskrisis auch England schwer gelitten und vonaorarischer und industrie-schutzzöllnerischer Seite wird mit Em-
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phase hervorgehoben, dafs Euglands Ausfuhr in 1908 um 976,6Millionen Jl abgenommen habe, die Deutschlands aber nur um97,8 Millionen Ji. Dabei wird aber geflissentlich aufser Betrachtgelassen, dafs dabei der deutschen Ausfuhr noch die hohen Wert-ziflfern des Hochkonjuukturjahres 1907 zugrunde gelegt waren.Die definitive Berechnung ergab — nach Abzug der Edelmetalle —■einen Rückgang der deutschen Ausfuhr im Spezialhaudel von 6845auf 6398 Mill. Jl, also von 447 Mill. Ji. Dabei mufs aber berück-sichtigt werden, dafs die Ausfuhr von Getreide und Mehl gleich-zeitig eine Steigerung von 130 Mill. Jt erfuhr, sodafs der eigent-liche Warenexport einen Rückgang von 577 Mill. Jl aufwies. Esmufs des weiteren in Betracht gezogen werden, dafs Grofsbritan-nien von 1906 auf 1907 seine Ausfuhr um die ungeheure Zahlvon 1033 Mill. Ji, Deutschland gleichzeitig nur um 492 Mill. Jlgesteigert hatte, gegen 1906 ist Englands Ausfuhr also immernoch günstiger als die deutsche .
Unzweifelhaft hat England unter der industriellen Krise 1908/09miudesteus ebenso schwer zu leiden wie Deutschland ; seine Ar-beitslosenzahl dürfte die deutsche vielleicht noch übertreffeu. Dashat aber mit seiner Freihandelspolitik nichts zu tun. Auch unterdem schärfsten Protektionismus würden nach der vorangegangenen