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weit denn auch diese Steigerung durch äusserste Anstrengung derMenschenkräfte und Nutzbarmachung aller irgend disponiblen, oderdurch den Credit herbeizuziehenden Capitalien, sowie ausländischerArbeiter und Arbeitsproducte, in der That stattfindet, bildet sie einenreellen Fortschritt in der Reichthums - Erzeugung der Nation. Eswäre dies die Lichtseite, aber auch die Einzige, einer Hausse-Periode, in welcher alle übrigen geschilderten und noch zu schilderndenNachtheile ihr Gegengewicht finden müssen, ehe von einem .reinenUeberschuss dauernder Yortheil für die Gesammtheit die Rede seinkann.
. ^Dieselbe Naivetät aber, welche zwischen Preis- und Werth-steigerungen nicht unterscheidet, vergreift sich auch gewaltig in derAbschätzung des Umfangs dieser verstärkten Gütererzeugung. Siekann zunächst absolut nicht stärker wachsen, als im Verhältniss derVermehrung der Arbeiterzahl, der Arbeitszeit und der in dem Bereichdieser erhöhten wirthschaftlichen Thätigkeit gezogenen Capitalien.Dieser letztere Factor der Gütererzeugung ist unstreitig zu jederZeit noch bedeutender Anspannung fähig, indem niemals alle Capi-talien gleichzeitig voll und aufs Nutzbarste beschäftigt sind, indembei günstigen Conjuncturen eines Landes das Ausland mit Capita-lien herbeieilt u. s. w. Allein das Capital, in welcher Form es auchexistiren mag, kann sich nicht durch Selbstzeugung vermehren; esbedarf des steten Zutritts menschlicher Kraft und Intelligenz, umfruchtbringend zu werden. Gewiss ist der Erfindungsgeist (undinsbesondere in Zweigen und Perioden, wo die Arbeiter fehlen unddie Löhne steigen) ganz besonders thätig, durch Verbesserung derMethoden, Maschinen, Werkzeuge, Transportmittel u. s. w., mit einermöglichst geringen Menschenzahl ein möglichst grosses Capital infruchtbringende Bewegung zu setzen. Auch Uberwiegt in vielenGewerbszweigen, namentlich im in- und ausländischen Handel, inEisenbahnen und vielen Fabriken, der Autheil des Kapitals an derWertherzeugung, den Antheil der unmittelbaren menschlichen Arbeitganz bedeutend, so dass eine verhältnissmässig geringe Heranziehungvon Arbeitern, aus Fächern die mit wenig Capital arbeiten, die Gü-tererzeugung und Werth Vermehrung bedeutend zu steigern vermag.Allein immerhin kommt man bald an der Schranke an, welche, dieZahl der Arbeiter und die Arbeitszeit der Gütervermehrung setzen.Und diese Schranke ist in der That eine weit engere, als man beioberflächlicher Betrachtung annehmen möchte. In schlechten Zeitenmögen unfreiwillig viele Beamte, Arbeiter, Gewerbtreibende halbbe-