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Deutschlands Volkswohlstand 1888 - 1913 / von Karl Helfferich
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Wenn man für die erste Gruppe ein durchschnittliches Ver-mögen von nur 2500 Mark, für letztere ein solches von nur8000 Mark annimmt, so ergibt sich ein Zuschlag von 15,5Milliarden Mark.

3. Nicht ergänzungssteuerpfichtig sind weiter Möbel,Hausrat und andere bewegliche Sachen, die nicht Zu-behör von Kapitalanlagen und Erwerbseinrichtungen sind,also auch Kleider, Schmucksachen, Kunstgegenstände etc.Der hierfür zu machende Ansatz dürfte mit 10 % des veran-lagten Vermögens, einschliesslich der unter 1 und 2 ge-machten Zuschläge, als mit rund 15 Milliarden = 375 Markauf den Kopf der preussischen Bevölkerung, sicher nicht zuhoch veranschlagt sein.

Das veranlagte Vermögen und die einzelnen Zuschlägeergeben zusammen einen Betrag von 155 Milliarden Mark.Eine Aufrundung nach oben um einen nicht geringen Betragist angesichts des nicht unter die Ergänzungssteuer fallendenVermögens der juristischen Personen, das nicht in vollerAusdehnung in dem Vermögen der an ihm beteiligten Privat-personen zum Ausdruck kommt, ohne weiteres statthaft, sodass die Summe der Privatvermögen in Preussen sich auf160 Milliarden Mark stellen würde. Dies ergibt als durch-schnittliches Privatvermögen pro Kopf der Bevölkerungeinen Satz von 4000 Mark. In der Anwendung auf dieReichsbevölkerung würde das ein privates Volksvermögenvon rund 260 Milliarden Mark ergeben.

Dazu kommt nun aber das grosse Vermögen der öffent-lichen Körperschaften.

Allein das in den staatlichen Eisenbahnen investierteKapital beträgt buchmässig mehr als 17 Milliarden Mark.Der Buchwert bleibt jedoch nicht unerheblich sowohl hinterdem tatsächlich investierten Kapital, als auch hinter dem