lich in Zeiten der Wahlkämpfe, zahlreiche Zuschriften von allenSeiten bestätigt.
Eine nicht geringere Bedeutung kommt der „Neuen AugsburgerZeitung" auf wirtschaftlichem Gebiete zu. Sie ist mit ihremreichhaltigen Inseratenteil nicht nur für die industriereiche StadtAugsburg, sondern für den ganzen Kreis Schwaben und Neuburg, wieauch für die nach Augsburg gravitierenden angrenzen-den oberbaperischen undmittelfränkischen Bezirkelängst ein unentbehrlicherFaktor der Vermittlungzwischen Nachfrage und An-gebot von Stellungen, Wa-ren, Objekten und Gelegen-heiten aller Art, kurz einelebendige, nie versagendeZentrale für Handel undWandel, Geschäft und Ver-kehr geworden. Namentlichmag hier noch erwähntwerden, daß die „NeueAugsburger Zeitung" imLaufe der Zeit das amtlichePublikationsorgan einerganzen Reihe von Behör-den geworden ist, so desKönigl. OberlandesgerichtsAugsburg, der Kgl. Land-gerichte Augsburg und Neu-burg, der Kgl. AmtsgerichteAugsburg, Schwabmünchenund Wertingen, ferner desRegistergerichts Augsburg für Bekanntmachung der Einträge imHandelsregister und im Genossenschaftsregister des ganzen Register-bezirks und des Registergerichts Memmingen für Bekanntmachungder Einträge im Genossenschastsregister der zum Registerbezirkgehörigen Amtsgerichte.
Außerdem werden in ,_
ihr noch veröffentlichtdie Bekanntmachungendes Magistrats derStadt Augsburg, zahl-reicher Notariate, Forst-ämter und anderer Be-hörden, Banken undähnlicher Institute, Ak-tiengesellschaften, Ge-nossenschaften, Vereineund sonstiger Korpo-rationen aller Art.
Mit der wachsendenBedeutung und Ausdeh-nung ihres Inseraten-teiles, von dem späterbei Beschreibung derneuenExpeditionsräum-lichkeiten noch die Redesein wird, hat die „NeueAugsburger Zeitung"natürlich auch an Um-fang zugenommen unddies in den letzten Jah-ren derart, daß ihr fasttäglich ein „ZweitesBlatt" beigegeben wer-den mußte, das in denZeiten der „Saison"
— obwohl oft ebenfalls 16 Seiten stark wie das Hauptblatt — wieder-holt kaum mehr ausreichte. Ein „Drittes Blatt" aber konnte nichthergestellt werden, da zu der Zeit, in der dies geschehen sollte, wederfür den redaktionellen noch für den Anzeigenteil aktueller Satz ingenügendem Maße vorhanden war. Im übrigen führte dieses „ZweiteBlatt" nicht nur zu einer Reihe technischer Unzuträglichkeiten undeiner kaum mehr erträglichen Inanspruchnahme des Personals undder Maschinen, es hatte sich auch nirgends der Gunst des Publikums
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ZU erfreuen. Der Inserent sagte ihm nach, daß darin seine Anzeigennicht genügend beachtet werden, und wollte sich von diesem Urteil nichtabbringen lassen, während dem Abonnenten der redaktionelle Teilnicht zusagte, da er zumeist das weniger wichtige Nachrichtenmaterialenthielt, das am vorausgegangenen Tage im Hauptblatte Raum-mangels wegen keine Aufnahme mehr hatte finden können und so
bei seiner Veröffentlichungeigentlich schon veraltetwar.
Diese Verhältnisse dräng-ten, um eine Wiederholungder geschilderten Mißständefür absehbare Zeit zu ver-meiden, zur Wahl des jetzi-gen großen Formats, andas die alten Abonnentenanfänglich zwar nicht mitgroßer Freude herangekom-men sind, sich aber allmäh-lich um so leichter gewöhnthaben, als die Zeitungdurch den Wegfall des„Zweiten Blattes" anUebersichtlichkeit und Ak-tualität bedeutend gewon-nen hat und nunmehr täg-lich „wie aus einem Gusse"sich präsentiert.
Mit besonderer Freudeund Genugtuung möchtenwir noch feststellen, daß dieNeue Augsburger Zeitungunter ihren langjährigentreuen Abonnenten auch zahlreiche Andersgläubige zählt — der besteBeweis, daß es ihr gelungen ist, bei aller prinzipiellen Wahrung ihrereigenen Grundsätze und Anschauungen den Empfindungen und Ge-fühlen Andersgläubiger nicht zu nahe zu treten. Und das wird sie
wie bisher so auch inZukunft als Ehrensachebetrachten.
Aus dem Volk her-ausgewachsen wird die„Neue Augsburger Zei-tung" auch stets einBlatt des Volkes blei-ben. Sie wird die In-teressen aller Stände,vertreten, soweit sie mitder obersten Maximeeines gesunden Staats-wesens „8alu8 pnblion8upreina lex — dasWohl der Gesamtheitüber alles!" vereinbarsind. Sie wird aberauch allen übrigen An-forderungen in tunlich-ster Weise Rechnungtragen und so nach wievor ein echtes undrechtes Familien-blatt bleiben.
Auf Grund der tech-nischen Einrichtungen,über welche ihre Druk-kerei nunmehr verfügt,ist die „Neue Augs-burger Zeitung" in derjeder Beziehung zu besrie-der Hoffnung hingeben,bisher in so reichem
Lage, die weitgehendsten Ansprüche indigen, und so darf ihr Verlag sich wohldaß das große Wohlwollen, dessen sie sichMaße zu erfreuen hatte, ihr auch fernerhin erhalten bleibt und daß zuihren zahlreichen alten Freunden in der Folge recht viele neue sichgesellen werden. Umso nachhaltiger wird sie dann wirken können
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