wo mittels eines Ofens das bereits von Setzmaschinen und Stereotypiegebrauchte Metall wieder geschmolzen wird. Von hier aus führt eineTreppe in zwei Kellerräumlichkeiten, von denen die kleinere zurAufbewahrung der Matrizen und dergleichen, die andere als Kohlen-
lager dient. Die Decke dieser Räume hat die enorme Last von178 Zentnern zu tragen, ein Gewicht, das von den Apparaten deroberhalb liegenden Stereotypie und den Einrichtungen des Schmelz-raumes herrührt.
Das Treppenhaus,
dem eine geschmackvoll gearbeitete Treppenhauslaterne den Blickvon unterst zu oberst und umgekehrt ermöglicht, ist breit angelegt undaus Eisenbeton mit Eichenholzstufen und schmiedeeisernen Geländernerstellt. Eine Gefährdung desselben bei Feuersgefahr ist so gut wieausgeschlossen, zumal auch sämtliche ins Treppenhaus mündendeRäumlichkeiten durch feuersichere Türen abgesperrt werden.
Den I. unö II. Ltoclr
des Neubaues nimmt dieSetzerei samt Nebenräumen ein. Sie zer-fällt in zwei Teile: den 21 Meter langen, 10 Meter breiten und 611Meter hohen, lichtdurchfluteten
unteren Setzersaal,
der die ganze Ostfront beansprucht und selbst wiederum in zwei un-gleiche Teile zerfällt. Die größere Abteilung beherbergt die Hand-setzer für die Zeitung, den Akzidenz- und Werksatz, die kleinere,durch eine Glaswand abgetrennte die Setzmaschinen (siehe AbbildungSeite 29). Neben dieser Glaswand, also in der Mitte zwischen denHand- und Maschinensetzern, befindet sich die A r b e i t s st ä t t e derMetteure, die durch ihre planmäßige Anlage ein ruhiges und,soweit dies eben bei einem Zentralpunkt des Zeitungsbetriebesmöglich ist, auch ungestörtes Arbeiten verbürgt. Ein Lager fürSchriften, die nicht täglich in (gebrauch kommen, grenzt an den„Glaspalast" der Setzmaschinen.
Eine offene Treppe verbindet den unteren Setzersaal mit demoberen Setzersaal,
der sogen. Setzergalerie, die ebenfalls 21 Meter lang ist, eine lichte
t Höhe von etwas über 3 Metern ausweist und eine Breite von
§ 11 Metern hat, so daß der Gesamtsetzerraum (unbeachtet des Höhen-
? Unterschiedes) eine Gesamtbreite von 21 Metern besitzt, also ebenso
^ breit wie lang ist. Auf der Setzergalerie, die außer von den großen,
? dem Hos zu gelegenen Fenstern durch zwei Oberlichte reichlich mit< dem für Setzeraugen so heiß begehrten „Hell" versorgt wird, stehen/ die Inseraten- und Beilagensetzer. Auch in dieser Abteilung wurde) zum Zusammenstellen der Jnseratenseiten ein eigener Raum ab-/ gegrenzt, der wie jener für den Textsutz, ebenfalls zweckmäßig aus-) gebaut wurde; ein weiterer Mettsurraum für die Bei-i lagen wurde gleichfalls geschickt ausgewählt und eingerichtet.) Ein kleiner elektrischer Aufzug stellt zwischen den Metteur-
r räumen und der Stereotypie die notwendige Verbindung her. Er) befördert die fertigen Seiten zum Zwecke des Abgießens in die/ Stereotypie und von dort zum Ablegen des Satzes wieder zurück.) Unter der Setzergalerie befindet sich außer anderem eine
- praktisch angelegte Waschgelegenheit mit Warm- und Kaltwasser so-ll wie der Garderoberaum mit je einem eigenen verschließbaren Schrank-^ chen für jedes Mitglied des Setzerpersonals (siehe Abbildung Seite 29).« Die gleiche Einrichtung ist auch im Maschinenraum getroffen.
^ Die Verbindung des Setzersaales mit den im Vorder- und
? Seitengebäude liegenden Büros stellt ein hufeisenförmig durch diese? Baulichkeiten laufender, im südlichen und nördlichen Teile der Setzerei? einmündender Gang her. An diesem Gange liegen im südlichen Trakt? des Vorderbaues rechts ein Berich ter st atterzi in mer, dast Bureau des Telephon st enographen, ferner dieTelephon-
- zentrale und der Postabfertigungsraum, links die Büros der Re-i daktion der „Neuen Augsburg er Zeitung", des Partei-i sekretärs und zwei Zimmer der Postzeitungsresak-? t i o n, im Anschluß an die letzteren im westlichen Trakt das Bureau( des Chefredakteurs der Postzeitung, dem das Arbeits-
- zimmer des Direktors folgt, und das Bureau des Betriebs-( leiters. Aus der anderen Seite dieses Traktes befindet sich dasr Sekretariat und Sitzungszimmer. Und auf der Nord-l feite endlich liegen in dem Gange die D r u ck e r e i k o n t o r e (die( Büros des Oberfaktors und der Faktore), die durch eine eiserne
5tock.
Wendeltreppe mit dem Schnellpressen- und Tiegeldruckpressensaalverbunden sind, ferner die Zimmer der Korrektoren, das-Archiv und die Registratur, sowie zwei kleinere Papier-lager für Akzidenzien.