Druckschrift 
Die Wol-eingerichtete Buchdruckerey : mit hundert und ein und zwanzig Teutsch- Lateinisch- Griechisch- und Hebräischen Schrifften, vieler fremden Sprachen Alphabeten, musicalischen Noten, Calender-Zeichen, und Medicinischen Characteren, Jngleichen allen üblichen Formaten bestellet, und mit accurater Abbildung der Erfinder der löblichen Kunst, nebst einer summarischen Nachricht von den Buchdruckern in Nürnberg ausgezieret ; Am Ende sind etlichen kurz-gefasste Anmerckungen von der Hebräischen Sprach angefüget / [Joh. Heinrich Gottfried Ernesti]
Entstehung
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Drucker-Herren werden nicht nur hier-aus desto leichter Anlaß nehmen, die schön-sten Gattungen der Schritten, die sie nachGelegenheit in ihren Ojficinen nöthig ha-ben, sich giessen zu lassen: sondern es ge-reichet ihnen auch zu diesem Vortheil, daß,wenn sie allhier zu Nürnberg bey den be-rühmten Schrifftschneidern undSchrifftgie-sern, Georg Albert. Baumann, UlrichPfeiffern, und Johann Christoph Schützen,eine Schufst begehren wollen, sie nur diepZ^il^m des Werkleins/ und die Numernder verlangten Schrifft melden dürfen, sowerden sie um billigen Preiß bedienet, undihnen, ohne eine andere Probe vorhero zuerwarten, ohnfehlbar die rechte Schrifftgegossen werden. Die übrige Druckerey-Beflissene, sowol Gesellen als Lehrlinge,können, wenn sie sich nur die Mühe gebenwollen, die differenten Gattungen, z. E.der Mittel, Cicero u. a. ingleichen dersel-ben Proportion, Dicke und Länge, fleissigzu betrachten, die unförmliche Vermi-schung vermeiden lernen, daß sie nicht,wiewol dieser heßliche Unform öffters zu

Schulden kommet, zwey-und mehrerteyzSorten durch einander mengen , und mit!diesem Mischmasch immer drauf los drucken Slassen, ja gar öffters ungehalten seyn wol-Ilen, wenn ein fleissig- und verständiger eor-lreÄor die falsche in die Schrifft nicht gehö- srige Buchstaben auscorrigiret. Sie aberzwerden eines theils den rühmlichen Vor-theil haben, daß man sie weder jetzo nochins künfftige, für unfleissige Leute ausschel-ten kan, andern theils nur desto wenigerMühe haben, anbey dem ^orreüM, demVerleger, Käufer und Herrn ihrer Officin,eine Gefälligkeit erweisen, wenn sie diesenUnform gleich anfänglich verhüten.

Was zweitens die Alphabete anlanget;so wird veröffentlich das Anschauen der-selben die Herren Gelehrten, einiger masencomemiren, wenn sie gleichsam auf einem»Blick beysammen sehen die mancherley lSprachen und derselben unterschiedene Ele- smenta, welche sie sonsten in vielen Gram-maticken suchen müßten. Denn die Orsrio

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