und etlich anderer
Adrian Romanus / ein Buchdrucker zu Harlem /hat demselben eine Statue daselbst bei dessen ehma.liger Bewohnung setzen / und besten Bildnis einemBuch / nemlich des Daniel Dyte Ses Evange-lische Historien/ Vordrucken lasten, allwoer ihmeinen gegossenen separaten Buchstaben fälschlich indie Hand giebt/ und folgende Schrisst beifüget:
8. viro consulari I^vk^n^to (Dc>8?L«.ci^i^^L^lsi, Zlteri Lsämo er grris rvpoArÄpdi-cse circs armum Oomini ^lLLLLXXX. inven«rori primo , bene 6e lireris sc rc>to vrde rnerenti,K3nc (). 1^. (^Mrusm, c^ui2 aeream nori riclduit,pro rrionuirieMo posuir civis Ar^riss. ^vki^ttvsKcz^^^vs r^poZrÄxrius. ^MVLXXX. UntM
sind diese zwei OWcrm beigedruckct:
VsnÄ c^uiä arcrier^pOS er praela ^loovKi!^ jaöiüs?
grcticr^pos praelac^ue nar^ sciss.L.xru1irriic, rrionlirÄnreOeo, ^v^MT-ivsÄrrem.Oiüunuwre virurn duric, älllimulzre Oeum elr.Allein es mögen IunlU8, 8criverius, Loxliorniv.s
und andere noch so sehr mit diesem Küster und sei>ner Jnvention prangen; so sihet doch ein jeder garleicht/ daß dessen Werk nur ein schatten von derHaubt-Sache ist. Die Unternehmung war allwdings gut/ und nicht zu tadeln; und begehret manihm diß Orts seine Verdienste nicht abzustricken/noch zu verkürzen: gleichwol muß man gestehen/daß selbige der rei 1irer3ri3e wenig Nutzen würdegeschafft haben/ weildieTafeln nur zu einem Buchkonten gebrauchet werden. Und bis etliche grosseOpera in Mio waren verfertiget worden/ hatte mandie Häuser grösser bauen/ um diese Tafeln alle zu
Buchdrucker.
beherbergen/ oder man hatte solche/ wie die Hotz»flösse/ unter freiem Himmel auf einen Haufen zwfammen fchlichten müssen.
Wenn nun folchemnach der eigentliche Ursprungder Drucker Kunst nicht bey den Harlemern zu finden ist; fo bleibet den Hochtemschen die Ehreganz allein: ob sie schon deswegen sich noch nichtvöllig untereinander vereinigen können; angesehenzwischen den Mainzern und Gtraßburgern fastein Federkrieg daher entstanden. Diese wolltenbehaubtM/ daß Johann Mentelin der Urhebersey/ welcher A. 1440 in Straßburg auf dergleichenGedanken acrahten/ und mit Bcihülfe feines Die»ners / Johann Genßfleisch / von Maynz gebür»tig/ die Kunst anl ersten zu Werke gerichtet: es feyihm aber diefer untreu worden / habe mit JohannGuttenbergen Kundschaft gemachet/ diesem dieKunst verrahten, und sich mit ihm von dannennach Maynz begeben/ damit ihnen Mentelin destoweniger etwas in den Weglegen könnte. Uber wel»che vorgebliche Untreu diefer sich fo gegramet/ daßer vor Leid gestorben; hergegen sey Gcnßfleifchvon GOtt mit Blindheit gefchlaqen worden. ZumBeweiß dieses Vorgebens berusset man sich auf dieerste hölzerne Preße und hölzerne durchlöcherteBuchstaben/ die man mit Nadel und Faden an ein,ander-hengen können / und ehmaln in Straßburg gezeiget: ingleichen auf alte geschriebene Lhroni-cken; auf etliche Privat^vocumemz der Mentelifchen Familie/ und auf einen Wapcn-Bricf/ wel-chen Kayfer Friedrich der M. dem Mentelin und sei.
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