Druckschrift 
Die Wol-eingerichtete Buchdruckerey : mit hundert und ein und zwanzig Teutsch- Lateinisch- Griechisch- und Hebräischen Schrifften, vieler fremden Sprachen Alphabeten, musicalischen Noten, Calender-Zeichen, und Medicinischen Characteren, Jngleichen allen üblichen Formaten bestellet, und mit accurater Abbildung der Erfinder der löblichen Kunst, nebst einer summarischen Nachricht von den Buchdruckern in Nürnberg ausgezieret ; Am Ende sind etlichen kurz-gefasste Anmerckungen von der Hebräischen Sprach angefüget / [Joh. Heinrich Gottfried Ernesti]
Entstehung
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__ Abbildung t

Estim sind; sondern schriebe auch sechsten vielesGutes/ so daß ^Kusnus von thm urtheilet/ es seyihin nicht allein Frankreich / sondern die ganze Cbristenheit mehr Dank zu erstatten schuldig/ als dasVaterland jemaln einem tapfcrn Helden/der des Landes Granzen erweitert/ schuldig gewesen. Es lstihm lnit ztmlichen Ul^dank belohnet worden. Dennals er die schöne Hebräische Bibel/ (so siebenmal aus-geleget worden/) mit einigen kurzen Anmerkungenerläutert / heraus gegeben/ bekam er die Sorbonne/oder Theologische Facultat zu Paris / darüber indie Haare/ mit welcher er länger als 20 Jahre zustreiten hatte/ und endlich sein Vaterland darübermeiden muste: welches schwerlich A. 1547 / wieeinige vorgeben/ geschehen seyn tan/ weil Bücheraufzmvetsen sind / die erA. 1551 zu Paris gedru-cket. (so geschiehet auch dein ehrlichen Mann sehrungütig/ daß er die <schrissten aus der KöniglichenDruckerei soll entwendet haben/ da er lang zuvoreine eigene Officin gehabt / und also lieber seine eigene wtrd salviret/ als durch Hinwegnehmungfretwder Lettern sich noch größere Gefahr zugezogenhaben. Man chat ihn: zu Paris die Ehre/ einenStrohmann an dMn statt zu verbrennen. Eraber begab sich nach Genf / und führete daselbstdas Drucker--Wesen so lange fort / bis er den 7Seprembr. A. 1559/ 56 Jahre alt/ verschieden/ hin-terlaNnd drei Sohne/ Namens Heinrich/ Fran.ciscum und Robert, so alle wegen ihrer Gelehrsamkett/ und aecuraten Druck ebenfalls hockbe-rülnnt. Der erste ist zu Lyon im Spital gestorben/ weil er zu Paris nicht sicher war. Denn er

allerersten

tst/ wie sein Vater/ aufAnstifftenderOrdens-Per^sonen/ m eKZie verbrannt worden/davon er zu scher^

zen Pflegte I t>suncsU2M se MÄZisriZuille, ^uam cum^sriliis ultul^retur; ZLr sey memaln so sehr er-starret / als da er zu Paris verbrannt worden :denn er reisete damals über die Schweitzerische Abpen Gebürge. Das Zeichen der SrepKsnorum warein fruchtbarer Oelbaum / davon einige abgebro^chene Zweige herab gefallen/ und andere dagegenhinein gepfropfet sind. Unter demselben stehet einMann/ cnva der Apostel Paulus . DieBeischrisst

ist: I>I()1i clllium f-zxere. Bisweilen.' I^oli iütum

sspere, seä rime. Womit er gezielet aus das XI.Cavitel der Epistel an die Römer / v. 16-20. Vondessen Bedeutung ist bei dem ^lmewveen naa>zulesen / p- 7 l'<^. Der alte Koderrus war so acewrat/ daß er einen jeden Bogen/ wenn er schon aufdas fleißigste corrigiret war/ dennoch an etlichenOrlen zu Paris öffentlich ansiHlug/ und demjenvgen / der einen Druckfehler anzeigen könnte/ einegute Belohnung zu geben versprach: in welchemFleiß es ihm hernach Christoph Plantin zu Andwerpen nachgethan»

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