Druckschrift 
Die Wol-eingerichtete Buchdruckerey : mit hundert und ein und zwanzig Teutsch- Lateinisch- Griechisch- und Hebräischen Schrifften, vieler fremden Sprachen Alphabeten, musicalischen Noten, Calender-Zeichen, und Medicinischen Characteren, Jngleichen allen üblichen Formaten bestellet, und mit accurater Abbildung der Erfinder der löblichen Kunst, nebst einer summarischen Nachricht von den Buchdruckern in Nürnberg ausgezieret ; Am Ende sind etlichen kurz-gefasste Anmerckungen von der Hebräischen Sprach angefüget / [Joh. Heinrich Gottfried Ernesti]
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

Summarische Nachricht

des altern / ward geboren 1622 den 1 z Febr. bat vonA. 1634 bei ^- Andrea Reihern/ damalnzu Schleusingen, nachhero zu Gotha hochberühmten Kecrore,drei ganzer Jahre die Privat Information genossen/und einen guten Grund der Lateinischen Sprache geleget. A. s 6?7 kam er nach Haus / den Buchhandcl inw dteBuckdruckerkunst zu erlernen.A. 1646 versiel er auf der Ruckreise von der Frankfurter Messe unter eine Partbei StraNnräuber/ von welchen erzween Schuß bekommen/ und doch von einem Soldaten mit einen:Trunk Wein erquicket worden/ daßer wieder nach Nürnberg kommen/ und sich allda curiren lassen tonnen. A. 1647 hat er in Handels»Ge»fchaften eine Reife nach Schweden gethan/ von darer das folgende Jahr zurück kam. A. 1650 hielte erfeinen Hochzeit Tag mit Helena Clara Schacherin.Das folgende Jahr übergaben die Eltern ihm unddessm Bruder Johann Andreas/ ihre fremde»cher Handlung/ darzu sieA. 1652 dieOssicin desJer. Dümlers käuflich an sich gebracht. Es starbaber unser Wolfqang frühzeitig im z zsten Jahr feines Alters/ den 21 Decembr. 1655» Nach dessenTod/ fübrete Johann Andreas das Werk fort/unter dem Namen 1 Johann Andreas Endters undWolfgang Endters des jüngernsel. Erben: bis die-ses le^rbefagten Sohn/ Wolfgang Moriy / A. 167^seine 'Druckerei selbsten dirtgirte. Weil aber die seitngc und obbelobten feines Großvaters Ossimien/unl bess-rer Adininistratton willen/ in eine warenzusammen gezogen worden; so separirte er sich obverstandcner Massen A. 1684 ^ von welcher Zeit an erdieselbe in bestell Flor und Ausnehmen erhalten/1

bis er ste endlich A. 1699 an Johann Ernst Adelbul»ncrn kauflich überlassen/ und allein den Buchhandel 'bishcro mit erwünschtem ^ucceß getrieben. Zum8^mb0w stellet er ein Buch / darauf eine Schreibstder lieget/mit dein Handels Signet/auf ein mit Was-ser durchströmtcs Erdreich; in dem Wasser ftbwim» Imen ein paar Enten. Neben her stehet eine Jung/fer mit einem Zweig voller Granaten in der rechten zHand / fo mir der linken gegen die aus den Wolkenstralende Sonne zeiget. Zur andern Seiten ist aber»mal eine Jungfer/ eine brennende Lampe in der rech»ten / und in der linken einen über die Wolken hinweg sfliegenden Zettel haltend/ darauf diese Worte zule»

feni ^ilerjcoräia Domini nvn Kader Knem. Auf

der Erde lieget ein anderer Zettel/ mit den Worten:

In solo Oeo fpe5 noltra unica. Die ^llulzon auf den

Namen ist auch hier nicht undeutlich abzunehmen.

A. 1658 rvolfgang Eberhard Fclsecker/ ge»bohren A. 1626/ starb A. 167c»/ und hinterließ dieOssicin mit allem wol verfehen/ wie auch den Buch» zHandel/ feinem Sohn Johann Jonathan/ welcher SA. 169z das Werk auf feine Söhne und Erben ver» gerbete; bls A. 1710 derSohN/ Adam JonathanFelsecker / dasselbefclbst zu besorgen/ übernommen.A. 1729 wurde er gleichstes dieser Zeitlichkeit entrißsen/ und hinterließ seinen Erben die Ossicin; wel»che bis dato unter feinem Namen geführet wird.

A. 1677 Andreas Nnorz richtete eine neueDruckerei an / welche er A. 1688 feiner Wittib/diese A. 1697 ihrem Sohn/ Johann LeonhardIxnorz, überlassen. Nach dessenTod brachte dieselbeA. 1708 G-orgChriftophLochner kauflich an sich.

Dtefes

i»s > W> «il« « ?!'?'^^''^inms^R ! Bi» »m»irriri^iW^^