Druckschrift 
Die Wol-eingerichtete Buchdruckerey : mit hundert und ein und zwanzig Teutsch- Lateinisch- Griechisch- und Hebräischen Schrifften, vieler fremden Sprachen Alphabeten, musicalischen Noten, Calender-Zeichen, und Medicinischen Characteren, Jngleichen allen üblichen Formaten bestellet, und mit accurater Abbildung der Erfinder der löblichen Kunst, nebst einer summarischen Nachricht von den Buchdruckern in Nürnberg ausgezieret ; Am Ende sind etlichen kurz-gefasste Anmerckungen von der Hebräischen Sprach angefüget / [Joh. Heinrich Gottfried Ernesti]
Entstehung
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von den Buchdruckern in Nürnberg

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Dieses ist es / was ich von den NürnbergischenBuchdruckern in der Eil aufsuchen/ und von ihremDruck sagen können i wodurch bestärket wird / daß/obschon die alten Schrissten gar plump und unschicklich sind/ die neuen hergegen desto netter styen/und daß / wie vorbelobter Herr Harsdörfer in

8xecim. ?rii1o1oA. Qerm. äisq. Vl p. 116 gar recht

urtheilet/ die Lettern der Norifchen Druckereien/mit den Jtalianifch- Französische und Spanischenum den Vorzug streiten: ja auch dem so beliebtenPollandischen Druck wenig oder nichts nachgeben.

Aääam. schreibet er/ tvpvArZpniÄenOlrrae^loi-lcaet/xos, etlrallorum, (-alloi-ulnettZilpÄNorurnlire-ras in comvarationeln ur äelcenäsnr, provocare.

Ehe ich aber zum völligen Schluß eile/ soll ichvorhero nicht unerinnerc lassen / daß der weilandHockedelgebohrne Herr Christoph Jacob JmHof/von und zu der Weidenmühl/ welcher nebst andernrühmlichen Wissenschaften/ so er besessen/ auch in Ki-

lioria p2tria tsm^ccleliafricaguam civilietlitersria,

sehr wol kündig und erfahren/ und gleichsam ein wbendiges Archiv gewesen / verschiedene Hieroben alle-tzirte m ^8ro lieaende Documente / nebst etlichen an-dern dienlichen Nachrichten/ gütigst darzucommwniciret hat.

Übrigens hoffe/ es werden weder die Gelehrten/noch Buchdruckere/ sich diese geringe Arbeit ganzlichmißfallen lassen; jene/ weil nach dem Urrheil des

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vortrcfflichen ^lordoki in I^ol/nilr. l lid. I c. 7,celebrium r^pOFr^pKorum c^ciem esse nvrilia äe-der, quaevirorum (joerorum; dieft/weil sie fcheN/nicht nur wie GOtt den Anfang und Fortgangihrer Kunst gesegnet: fondern auch welchen Vor-gangern sie folgen musien/ wenn sie bei der Poste-ritat einen Dank verdienen wollen. Werdensie diesen Mustern folgen / fo ist zu hoffen / eswerde die Klage/ wo nicht gar aufhören/ docbselte-ner gehöret werden / daß durch Hülfe der Buch-druckerei bishero fo viele tausend magere / unilutze/ja zum theil gar ärgerliche Scarteauen in die Weltausfliegen/ welche mehr zu einer Last und Hinderenis/ als zur Förderung der Wissenfchaften dienen.Obbelobter Johannes Frobenius hat sich vor-längst darüber befchweret/ wenn er in der l^aera-rion zu feinem A. 1517 eäircen ^eldpo fchreibet:

(^uoä nvlrra quiäam imitÄri praetamur, te äuplominoris exernplÄriavenäicuros, non ram riälcu-lurn elr, quam omriidus lwäiis er lruäiosis perni-ciosum. I^os caüiiAamus nc-ssra pro viril,, cksrtisdoriis urimur, docros zere^no conäucimus.(juiäilli taciam, aliorurn etro juäiciurn. I-Zoc unumnon racebimus, li res impressoria neForiatioper^gt esse, uc quorunäsm arte coevir quaetruimodo liuäemium, non rzm Kujus uncMM inven-tionem fuisse recris lwäiis urilem, quam erit admus

l exiriabilis. Er will fo viel fagen: Es sey nicht so-

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