von der Hebräischen Sprach.
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Jedoch bedeutet öffters der darüber stehende Punct auch zu,gleich ein LKolem; als v'^-.,-? K.eäc>lcKim, fone.
4.
Die Hebräer pflegen auch folgende 5 Buchstaben breiter zumachen, als sonst gewöhnlich : 4lepK.»t, 71, I-a-meä ^—?, ^lem cm, und l'av r^. Dieses geschichctthcils wegen Zierlichkeit; theils im Schreiben und Se^en dieZeiten desto besser auszufüllen, weil sie die Wörter nicht theilen.
5.
Sie haben auch 5 Buchstabelt, welche am Ende einesWorts eine andere Gestalt an sich nehmen, und dahcro t^ina-1e5, oder EndtgUNgs^BuchstabeN / genennet werden, undsind folgende:
OpK 1 als beleck.
^lem cz — .'ll'tt^ L.1oKim.
I^un ; — .'^ Äjon.
?e ^ — despk.
^aäe s — .'s^.n ^12^.6.
Im Hebräischen hat man keine VerlaHa, oder große An-fangs-Buchstaben^, wie in der tcutschcn Sprache; sondern eswerden einerlei) gebraucht: ausgenommen zu Anfang eines Bu-ches , oder Capitels; welcher aber eben die Figur haben muß,wie die andern Buchstaben.
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Doch findet man auch, daß in etlichen Hebräischen Biblienund Büchern zu Anfang des Worts, bisweilen auch in derMitte desselben , ein Buchstabe entweder noch so groß als dieanderen ; oder auch ein kleinerer: auch wohl ein kmal-Buch.
stabe in der Mitte gefetzt oder geschrieben , auch etwan aus der4inie in die Höhe stehet: welches ein Scizer sodann für keinen HSchreib- oder Druck-Fehler anzusehen hat; dann die Hebräerdamit andeuten wollen, daß in solchem Wort etwas sonderlicheslind nachdenckliches einhalten. Wir wollen ein paar Et-m'pclhievon aus des seel. Hn. Ioh. Mtckciel DtlhcN'Nö ^NioI^MAUX zur Erläuterung bicher sehen:
Im ersten Buch der Chron. Lsp. I, v. 1. findet man
bisweilen das Wort unU ^äam mit dem grossen ^lepk-wodurch die Jüdische Rabbinen andeuten wollen: daß Adam derStamm-Vatter aller Menschen seye.
Im ersten Buch Mose Lap. I, v. !. stehet das Wort
n'tv^^ KerelLkitl-i also, daß dasLetK größer ist, als dieandern Buchstaben : das große und unausdenckliche Werck derSchöpffung Himmels und der Erden zu betrachten ; wie dennauch das KetK 2 denen Juden in der Zahl e gilt.
So findet man auch im Gegencheil in Glichen Biblien, daßein Buchstabe nnrcklich kleiner ist, als die andern. Z.E. in denSprüchen Salom. Lgp. XXVIII, v. 17. stehet das Wort^6am, da das O^IccK n kleiner ist, als das ^IcpK t< und^lem O; anzudeuten : daß wer einen (obgleich geringen odergemeinen) Menschen, offenbahr oder heimlich unterdrückt; oderunschuldig Blut vergießet, derselbe nicht wcrth seye, ein Menschzu hcisscn, und ausgerottet zu werden verdiene.
Auch wird zuweilen das offene t^cm v statt des 5m3i Ogefunden: z. E. Seriem.II, v. iz. wovon den zerriffncn Mau-ren Jerusalems geredet wird, da in dein Wort dem > dasist: dieselbe ; an statt das offene O stehet: welches diezerrissenen oder offenen Mauren andemen soll.
S 2 lü ä. '