Druckschrift 
Die Wol-eingerichtete Buchdruckerey : mit hundert und ein und zwanzig Teutsch- Lateinisch- Griechisch- und Hebräischen Schrifften, vieler fremden Sprachen Alphabeten, musicalischen Noten, Calender-Zeichen, und Medicinischen Characteren, Jngleichen allen üblichen Formaten bestellet, und mit accurater Abbildung der Erfinder der löblichen Kunst, nebst einer summarischen Nachricht von den Buchdruckern in Nürnberg ausgezieret ; Am Ende sind etlichen kurz-gefasste Anmerckungen von der Hebräischen Sprach angefüget / [Joh. Heinrich Gottfried Ernesti]
Entstehung
Seite
140
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I^O

Kurtz-gefassre Anmerckungen

Lsa. VII, v, 14. wo von der Empfängnis der JungfrauMaria , oder dcr Verheissung desMeM gemeldet wird, ist daskwÄl O in der Mitte des Worts statt des offenen v zu sehen;als .^O^n Ksalmä; das ist: eitle Jungfrau; dieunver,letz« Iungfraufchaffr der Mutter Christi anzudeuten,

NL. Was hier angemercket / und noch anders , ist nicht it. allen,sondern nur etlichen Viblien und Buchern zu finden.

8.

Die Hebräer haben gewisse ?unÄ2, welche sie als Vc>-cales gebrauchen, und unter die LonlonÄMes gcftlzt werden.Deren sind .7; als 5 lange; 5 kM'tze/ und 7 M kM'tze.Es sind ncmlich folgende:

Die 5 langen ^05^»

Gestalt. Name,i- I^AMe^," ^icre,

Geltung.2, O,

dkirek. , i,

(Vav) LKolem, c> ^(Vav) LcKurelv, u<

Als:^)^7 Kaäre?.xlectia.IjsrJel.^2 deno.fckackenü.

Gestalt. Name.- ?arack,

dl^ire^ pzrvum,» i- KamL?cKati.i^K,lv)'KKu^,

Die 5 Aurelen;

Geltung.

2,

c,

i,

c>,u, ü,

Als:

'^y ^lzlcke.^ Kele.

pUIceä.I^i? KväKscKo.

^üllurn.

Etliche cxcmpUr.sii;cn Mjeitcin5cKevz »um Kzmc:!?i>^>ivK. ist aber nichtrecht; sondern gehört nur zum L^cpK-Xzme-cKzruxli- pder / wie cS untengcncnnct wird / cinrepK-Kzm».

Die 7. Rüryeste; so auch ^-^//^ genannt werden:

Gestalt. Name. Geltung

- ?2t3cK furrivum', a,: 8cdevÄ, e,^: Lk2tepK-?st3cK, 3,(ÜÄtex>K-8XA0l, e,i-: dliarepK-Kglne?, o,

. OsAesc^^ von diesen soll unten lud Num.lz-^.Anwei'. Mpxilc / sung geschehen

Als:NN ru3ck.5^? velo.O.n»^ dickem,enolck.KoäKsscKlM.

Von dem Vav cKolern 1, und VavscKureK 1, nie»cke diesen Unterschied: Es ist nemlich kein bloßes dkolem,oder kein Fulerum eines LKo1em8 allein, wie sonst insge»mein; sondern muß nach txm LKoIem als ein Vavmit gele-sen werden, wenn der vorhergehende Buchstabe seinen Vocalemunttr sich hat; als 1W avon; nicht aon: it.O'P Icovim;ncht Koirn.

Hat aber der vorhergehende Buchstabe keinen Vocalem

unter sich, so ists ein bloßes dkolern, und das Vav wird

nicht mitgclesm; als N lo, ^2 beno.

M. Aus dieftm ist zu ersehen, daß es nicht gleich viel gilt, ob der Punct überdem v»v vor dem Buchstaben oder hinter demselben stehe.

So ist auch -> nicht allezeit ein V^v icKureK.; sondernder Puncr bedeutet auch wohl ein DaZescli fvrte; als^üvv^r; nicht ^auar. Welches geschiehet, wann ein Vo-cali5 unter dem Vsv stehet, und zugleich unmittelbahr unterdem nechst vorhergehenden donsonante vorhergehet.

10. Von