Druckschrift 
Die Wol-eingerichtete Buchdruckerey : mit hundert und ein und zwanzig Teutsch- Lateinisch- Griechisch- und Hebräischen Schrifften, vieler fremden Sprachen Alphabeten, musicalischen Noten, Calender-Zeichen, und Medicinischen Characteren, Jngleichen allen üblichen Formaten bestellet, und mit accurater Abbildung der Erfinder der löblichen Kunst, nebst einer summarischen Nachricht von den Buchdruckern in Nürnberg ausgezieret ; Am Ende sind etlichen kurz-gefasste Anmerckungen von der Hebräischen Sprach angefüget / [Joh. Heinrich Gottfried Ernesti]
Entstehung
Seite
141
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von der

IO.

Von demLcneva (:) ist zu mercken, daß cs nicht allezeitgelesen wird , ob es schon unter die Buchstaben geschrieben undgesetzet werden muß; sondern wird zuweilen übergangen.

Es wird gelesen

1. Im Anfang eines Worts; als: ^v'? lernoä.

2. Wann ein Buchstabe gedoppelt fürkommt; als:

Kallelu-

z. Unter einem Buchstaben, der in der Mitte ein Deelen

hat; als: limmeäu.4. In der Mitte, wann zwcy 8cnev2ta nacheinander foK

gen, da dann das letztere gelesen wird; als: i/?'?'

jilrneäu.

Es wird aber das 8cnevs nicht gelesen

1. Nach einem kurtzen Vocsli, wann kein UetKeg dabei)

stehet; als: ??N2> cAtskts; nicht c^Zfets.

2. Nach einem langen Vocali, der einen ^ceentum

(irammaticslem bcy sich hat; als: i^n» jidolnu;

nicht ji^olenu.z. Am Ende; als: NelecK; nicht belecke.4. Wann gleich zwey 8cKev2ts nacheinander am Ende des

Wons folgen; als ^ nerä; nicht: ner^-äe.

II.

Vom !^Äinc?ck2tuxri und dk2teprijc3me^, wel-che eine Figur haben , wann bey dem Iv2me?cti3tupQ das8ctiev2 stehet, ist zu merckcn : daß das j^Jme?.LkatupKallezeit ein 8cnevZ so nicht gelesen wird , oder ein Deelenforte nach sich stehen hat; aber das dnstepnlcawe^ nie-malen.

wuschen Sprach. 141

IW. ES befinden sich zwar in der Hebräischen (ii-smmanca noch vieledergleichen Eriimernngen; einem Setzer aber ist eS genug,wann er obgcmcldtes sich bekanntmachet: damit/ wann et-was Hebräisches verfertiget werden soll, da die Legion mitLateinischen Buchstaben bcygcsctzet ist / und sodann in der l.cÄioneinige Vc>calc8 nicht bcmerckct oder verändert sind, der Sctzcr sich nicht daran kehre. Auch sind etliche eonlonainc5,mit welchen cs g.. '' Bcwandnus hat , wovon unten Num.18 21. Nachricht ^cgcben wird.

12.

Die Hebräer haben ein Püimlein ('), welches OzgescKgenennet wird. Es ist aber zweycrley: DzFclcli forte; undDa^eseti Icne. Doch haben beydc ihren Sitz in der Mittedes Buchstabens; deßhalbcn wir folgendes davon anmercken:

OgCescK forte dopplirr den Buchstaben; als: Ii?'?

limmeäu; n'yr^ scriillack.

Es tan stehen in allen Buchstaben ; ausgenommen diese:n y und 1. Doch wird es auch an wenig Orten in der

Heil. Schrifft in dem bi und "> gefunden.

Daseiet! lene erhebt den Buchstaben, daß er nicht zu ge-linde, sondern ohne K, z. E. tm, ca, 6ü,8ce. ausgesprochenwird, und ist in diesen 6 Buchstaben: n S 2 nz 2 ; welche,wann sie punctirt sind, das Wort ^^7-?? dcgaäkepriatausmachen.

Es hat aber das OüAelcli lene eigentlich seinen Sitz

1. Im ersten Buchstaben des Worts; als: äibber.

2. In der Mitte, nach einem gar kurtzen Vocali, das ist: ei-

nem Lcneva so nicht gelesen wird; als: rjscor.Am Ende eines Worts, nach einem 8cneva so nicht ge-lesen wird; als: äibdsrca.

S z Wann