Druckschrift 
Die Wol-eingerichtete Buchdruckerey : mit hundert und ein und zwanzig Teutsch- Lateinisch- Griechisch- und Hebräischen Schrifften, vieler fremden Sprachen Alphabeten, musicalischen Noten, Calender-Zeichen, und Medicinischen Characteren, Jngleichen allen üblichen Formaten bestellet, und mit accurater Abbildung der Erfinder der löblichen Kunst, nebst einer summarischen Nachricht von den Buchdruckern in Nürnberg ausgezieret ; Am Ende sind etlichen kurz-gefasste Anmerckungen von der Hebräischen Sprach angefüget / [Joh. Heinrich Gottfried Ernesti]
Entstehung
Seite
150
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15o Kurtz - gefasste Anmerckungen von der Teutsch - Hebräischen Sprach.

N), w, wird mit 11 geschrieben; als: n"Hdm Wgrheit,

wer, -i^'ii Winter, 11^1x11 Wunder; und überall,wo ein w anzutreffen.

X/ x> wird mit op oder geschrieben; als: ^vpd» Axt,'^'j?v'->Here. u. s. f.

R/y, tan man im Teutsch-Hebräischen nicht schreiben. Dochist dafür zu setzen: "tt/ n"/ oder wie oben vey eyoder eye zu sehen.

§/ z, zu Anfang und in der Mitte mit 3; als: Zanck,Zeit, ^'ii^ Zwirn, l<"iix zwei), a^^xii^ zwan-zia. Am Ende aber mit dem s, als: V^^^ ganz ,Glanz, r^o^ Schmerz, Herz.

14.

Zur Übung im Lesen des Teutsch-Hebräischen / wollen wir! aus einen» Jüdischen ^)chul-Buch, und zwar so, wie sie es zuI schreiben pflegen, etwas aus dem i. Cap. der Sprüche Salo-I monis, v. io14. hiehersetzen:

Wen» .nit ihnen folge so reden über Sünder die dich wenn Kind Mein

>vll , V'Z >Z'f> ^i> >^ . ?2'^> ?7 jvl, -ZZ's, >'^<

den und / Imimi Blut auf wollen mir , uns mit geh sagen sie

VZN^ . pl'i'i) v!^2 >^>I .v:>ri v'»< 1^ ^'t

schlindcn vcr lebendig sie wollen Mir .stellen nach Ursach ohne Unschuldigen

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.nidcrn Grub die in sie wenn als Fromme die und , Hölle die wie als. n'i >^'i >vn n»<> »^'? v-n^ . 'srn ^ ^11 tjfiDein .fülle» Raub mit Hauser unsere wolle» Mir .finde» Gut gros wollen Mir

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.habe» Beutel ei» alle wollen Mir .uns mit habe» solstu Loß

. >2>^ >V-'2 j">^ I'jlill .v-II^ v'p< >2r>.^ Wvjl<>t l-I^lj

Hieraus, und andern Teutsch-Hebräischen Büchern, ist zusehen, daß sie gar keine ordentliche Schrcib-Art halten ; son-dern ein jeder Jude schreibt nach seiner Aussprache: auch pfle-gen sie dje Svlben, welche wir zusammensetzen, zurheilen, wie

in angeführtem zu finden. Ein mehrerö hievon kan aus ihrenBüchern ersehen werden.

15.

Die Figur der Buchstaben, welche sie im Schreiben ge-brauchen, ist zwar bey etlichen nicht viel, doch in etwas vondenen gedruckten unterschieden; und gleichwie es geschiehst, daßeine teutsche geschriebene Schrisst leserlicher ist als die andere:so kommt es gleichfalls bey denen Juden aufdie Hand des Schrei-bers an.

Wie die geschriebenen Buchstaben gestaltet, ist aus folgen-den Figuren zu ersehen:

^5)^)^2. 1 ^ ^ <I ? H

mm ll ch he e n s u h d g b a

^< ) 5 ^> 5? v ^)

:7i ssch r k z p e ß n

Eine andere Art:

0 jz)F>!A?7^'05?i

ss N,N/N M/M ! l ch i/e t s U/S b d g,g b 0/6

'^^ ^ ! ^ D ^

s,sch r k k z z p p p -, e

Mit dem Quer-Strichlein:^

^ 2 Z ?

ch f,v f

So ziehen sie auch sowohl Teutsch-Hebraische als HebräischeBuchstaben zusammen; als:

^ ^ ? ALn9

.'.11 .11 nd nd nd nr nh

16. Es