Lc>b- und Ehren-Gedichte.
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Zwar hat des Höchsten Gunst die Lo^eÄur verschn/doch sieht man.wie dieSchrtfft vollSchmutz undFehler bleibet
Drum muß auch Fluch und Zorn um alle Zeilen geh»/bis endlich gar der Tod sein äelearur schreibet.
Es rühmt sich mancher zwar mit reiner Iungfee-Sck, isse,und will sein Post-Papier mit güldtten Ltttern schmücke»/
doch wo ihn GOttes Necht mit seiner Schärfe trifft/so läst die Heiligkeit nur grobe Canon blicken.
Was ist indeß vor Schrifft zu unserm Wolergehn?Die Hoffnung pflegt Mit Nichts als der Mlifsal zu prahle»/
doch wenn wir nur den Druck mit offnen Augen sehn,kan öffters kaum perle die Glücks-Lolumnen mahlen.
Es mengt sich stets Fracrur in unsre Freude ein/und bricht die ganze Lust/ das Weinen folgt dem Lachen/
Die Wohlfahrt will Cursiv und auf dem Sprunge sey»/im Fall wir he im Geist nicht zu Amiqua machen.
Der Schöndruck pranget offt mit lauter Herrlichkeit/doch/ soll der Niederdruck das schöne Werk vollführe»/
so wird das ganze Blat mit pur?en überstreut,ja manchmal ist wol gar ein kahler Münch zu spühren.
Wer merkt die Hefftigkeit der vielen pressen an ?Bald läst sich Gtfft und Neid den Bcnqel anvertrauen,
bald wird die Spindel selbst mit Kummer angethan,denn läst sich Sorg und Angst um alle Äalöen schauen.
Die Neuerer ist der Fluch/ der steten Jammer zeugt.Die XVande decken sich mit tausend Hindernissen.
Die Äüchse zeigt ein Loch, aus dem nur Übel steigt.Der Tiegel will von nichts/ als Brand und Schmerze»/
wissen.
Der Rarren führet stets beschwertes Ungemach.Des Lebens Fundament muß endlich selbst zerbreche»/
und Met endlich schon die Jammer-Presse nach/so Heist uns doch der Tod in die puncrurcn stechen.
Dahero wohl/ Und aber wohl ist dem gescheht!,der hier dem Drucker-Stand der Eitelkeit entgangen!
Der darss nicht mehr, wie wir/ an Sünden-^äjtcn stehN/noch die beschmutzte Schrifft aus schwarzen Fächern langen.
Der träqt das »KovuK auf ein geweihtes Blat/die Littern sind voll Lust/ die Zeilen voll Vergnügen;
Hier ist nur Farben-Schmuck/ dort bildet sich die That,und solche» Freuden-Druck darffllie ein Schmutz besiegen.
Die Presse strenger Noth / so unsre Seelen drückt/Verwandelt sich daselbst in sanfftes Wohlgefallen/
dann last ein solcher Mund, den JEsus Lust entzückt/zuletzt noch diesen Ruff in aller Sittnen schalle»:
lt guter Nacht/ ihr Druckerei)elyihr Unglücks-Pressen, gute Nacht!Druckt fort in euren Wüsteneycn,wo Laussbret, Gchinn und Deckel kracht.
Ihr feuchtet stets mit heissen Zährendie Bogen eures Lebens aiy
und last sie einen Stein beschwehrelyden nur der Tod erheben kan.
Ich bin der (Mein entkommen/wo man nur Leichen Reden setzt/
hier wird mein Geist im Reich der Frommenmit lauter Freuden-Schrifft ergötzt.
Jetzt Hab ick glücklich postuliret/der Höchste selbst will Pate seyN/der Nähme / so mich künfftig zieret/
Heist: WEM ist mein WonnmschM
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