Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
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Vorrede.

XXV

lassen, und Biwel,' Liewe, Erwe und so wei-ter zuljagen (6).

Was in dem zweyten Kapitel von den Bie-gungssylbcn, Wurzelwörtern und Ankleidung der-selben gesagt wird, ist alles sehr gut und richtig,und es kann nicht nndienlich (?) seyn, die Jugenddamit bekannt zu machen, indem sie auf solcheWeise gewöhnet wird, dem Bau der Sprachenachzuspüren, und seine Theile kennen lernet.

Zuweilen gehet Herr A. von dem Grundsatzeab, welchen er gleich anfangs in der Vorrede an-genommen hat, daß ein Sprachlehrerden Urja-chen nachforschen mW, warum das Veränder-liche in der Sprache gerade so und nicht anderseingerichtet ist (v). Schon oben S. hat erbehauptet, daß in den Worten, dieß, vierte.Viertel u. s. w. das ie geschärft lautet, und

b 5 78 S.

(6) Ist Zwar von keiner großen Wichtigkeit, aber doch ge-gründet; war daher auch schon in dem Auszuge als feh-lerhaft angegeben.

t?) Der Ausdruck nicht nndienlich sagt viel zu wenig; esist schlechterdings nothwendig, wenn man die Sprachegründlich erlernen, oder nur kennen lernen will. Diefolgende lote Anmerk. wird uns gleich ein Beyspiel davongeben.

(8) Das verstehet sich denn doch nur, wenn es möglich ist;weil sich die Analogie, deren dunkele Empfindung dieMenschen bey der Einrichtung und Ausbildung ihrerSprache leitete, nicht allemahl angeben läßt. Am we-nigsten ist dieses von solchen Einrichtungen möglich,welche in die erste Kindheit der Sprache fallen, da der

, Mensch noch ganz von der dunkeln Empfindung des Hör-baren bestimmt wurde.