XXX
Vorrede.
Bey der ersten Declination wird 139 S. be-merket, daß das e im Genitiv und Dativ in ei-gentlich Deutschen Wörtern nie verbissen werdenftllte, ob es gleich im gesellschaftlichen Umgangehäufig geschiehet; allein es geschiehet wenigstensim Genitiv, nicht nnr in dem gesellschaftlichen Um-gänge, sondern auch sehr oft von den Dichtemund Rednern. Bey den ersten fordert es oft dasSylbenmaaß, und bey den letzten zuweilen derWohllauts).
Des Umlauts unfähige Wörter hätten 147und 148 S. nicht angezeiget werden dürfen: dennda bloß die Vocale a, 0 und u verändert werden,so folget schon natürlicher Weise, baß alle Wör-ter, in welchen keiner von diesen Vocalen gefun-den wird, des Umlauts unfähig sind ('6).
Auch
Oder sollte ich nach Maßgebung des Geschlechtes nurzwey Declinationen annehmen nnd jede wieder in mehrereUnter-Declinationen theilen? Würde wohl die Faßlich-keit etwas dabey gewinnen? Gewiß nicht. KünstlicheUnrcrabtheilungcn beschweren das Gedächtniß mehr, alseine ganz einfache Nebcneinandersiellnng.
(l?) Ich habe nur angezeigt, was der Regel nach seynsollte. Da das e hier mit zur Biegung gehöret, so sollteman eS nicht wegwerfen, ob es gleich häufig geschiehet.Daß der Wohllaut die Ausstoßung dieses e erfordernkonnte, zweiffele ich sehr; gewisser ist, daß.er sie oft ver-biethet.
(18) Da ich bey jeder Declination eine kleine Anzahl Bey-spiele aller Art anfuhren mußte, so sehe ich nicht ein, wiedie Anführung einiger Worter ohne Umlaut tadelhafr seynkönnte..