Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
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Vorrede.

XXXItl

jedermann Kramladen, eben wie Fensterla-dens).

!5Z S. werden die Wörter Hirte > Knabe,Junge, zur fünften Declination gerechnet, nachwelcher sie im Genitiv ens haben sollen, aber siegehören nicht Hieher. Nur in einigen unrichtigenMundarten jagt man, des Hirtens, Iungens,Knabens, im guten Hochdeutschen ist nur alleinder Hirt, des Hirten, des Jungen, des Kna-ben ganz allgemein gebräuchlich, und so hat sieauch Herr A. in; Wörterbuche angeführet (^).

Zur dritten Declination der Eigennahmen, wel-che im Genitiv ens und im Nominativ des Plu-rals e haben sollen, werden 184 S. alle einheis

mische

(24) Und denn ist es Berlinisch richtig, über nicht Hochsdeutsch. Und sagt man in Berlin etwa auch im Plural dieGarten für Garten? Ist der Umlaut hier nicht verwerf-lich, warum soll er es denn in den übrigen seyn, wennder Sprachgebrauch ihn einmahl beliebt hat.

(25) In den an, Ende der Sprachlehre bemerkten Druck-und andern Fehlern hatte ich bereits ersuchet, Jungeaus diesem Verzeichnisse wegzustreichen, weil es nur ineinigen gemeinen Mundarten nach dieser Declination ge-beuget werde. Bey Hirte stehet S. iZZ ausdrücklich derWeysatz, daß es auch nach der vierten gehe, weil mir hierder Hochdeutsche Sprachgebrauch nicht bestimmt genugzn seyn schien, und noch scheinet. Und das gilt, wennMan will, auch von Ruabe. iibrigenS wird mir meinNec. verzeihen, wenn ich gegen seinen Ausspruch, waSgut Hochdeutsch ist, ein wenig mißtrauisch bin, da erdas Hochdeutsche so wenig kennet, und die BerlinischeMundart der obern Classen nicht undeutlich für das eini»ge gute Hochdeutsch hält.

Adel. jv. Spr. c