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Vorrede.
richtig befinden, so wird es uns ein wahres Ver-gnügen seyn, wenn wir seinen Beyfall erhalten.
Sie
zen zusammen gesetzt ist, und zu deren Berichtigung jedeProvinz, und jedes Deutsches Individuum das ihrigebeytragen konnten. Eine solche Sprache hat es in keinemLande von der Schöpfung an gegeben, wird es nie geben,und kann es nicht geben.
2. Diejenige, welche in einem jeden großen Landedie Stelle einer solchen allgemeinen Sprache vertritt, istallemahl nur die Mundart einer Provinz, aber der blü-hendsten, cnltiviertesiin und durch Gesä'mack und Wohl-stand am meisten ausgebildeten Provinz. In monarchi-schen Reichen ist es meisten Theils die Mundart derHauptstadt, weil Geschmack und Feinheit der Sitten sichgemeiniglich um den Thron zu versammeln pflegen.
z. In Deutschland ist es seit der Reformation dieMundart der südlichern Chursachsischcn Lande, welchedamahls und noch lange hernach die blühendste und cul-tivierteste Provinz in dem ganzen Deutschlande war, und inAnsehung deS in ihr so allgemein verbreiteten Geschmackesnoch jetzt vor allen andern den Vorzug behauptet, obgleichmanche ihr in den Wissenschaften glücklich nachgeeifert ha-ben. Diese unter dem Nahmen des Hochdeutschen be-kannte Mundart wird in den südlichen ChursächsischenProvinzen am allgemeinsten und zugleich am reinstengesprochen, und hat sich aus ihrer Mitte durch Ge-schmack , Künste und Wissenschaften über einen großenTheil des übrigen Deurschlandes verbreitet, wo sie dieSchrift- und GcsellschaftS- Sprache des gesittetsten Thei-les der Nation geworden ist, nur daß sich immer mehrgemeine Landessprache mit ihr vermenget, je weiter siesich von ihrer Quelle entfernet, die noch jetzt eben so reinund lauter fließet, als je. Man sehe die "folgende Ein-leitung.
4. So wenig es nun eine allgemeine Sprache gibt undgeben kann, so wenig gibt es auch allgemeine Regeln und
Grund-