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Einleitung.
Schriftsteller in einem Zeitraume von noch nichtvölligen zweyhundert Jahren. Die Welle der al-ten Germanischen Völkerschaften walzte sich immersüdwestlich fort, so wie sie selbst von den östlichen. und nordöstlichen Volkeswellen aus Asien und demöstlichen Europa gedrängct wurden. Was Wun-der, daß Völker und Mundarten ihre Wohnsitzeveränderten, mit andern zusammen schmolzen odergar untergingen. '
Robe Bc- §. n. Man kann und muß die Deutschen diesesschaffendes Zeitraumes nicht anders ansehen, als eine wildechrer Spra- Völkerschaft, welche ganz von derIagdund von demKriege lebt, ein ganz sinnliches und unstates Lebenohne viele Bedürfnisse, folglich auch ohne Künsteund Wissenschaften, führet. Ein noch fo ungebil-deceS Volk hat wenig und dazu größtentheils nursinnliche Begriffe, seine Sprache kann daher nichtanders als äusserst arm seyn. Es hat grobe undungeschlachte Sprachwerkzeuge, und kann daherdie wenigen Begriffe, die es hat, nicht anders alsdurch rauhe und ungeschlachte Töne ausdriicken.Knim vero Izgrdm'08 ev5, sagt Julian von ihrenLiedern, hui tr2ii8 l^lienuin incolunt, vicii, ruiiicacarmina, verlz>5 igcra iunin'Izus clgi^orum, c^uozAllere cl»m^litcü> sves cäunr, /luciicilö 2m^>1ecri, etcsrminibuz äelccsk^li. M/o/?. Taciti ahnlicheStelle ist bekannt. Daß ein solches Volk dieKunstzu schreiben, wenn sie ihm auch bekannt gewesen wä-re, wenig geachtet haben müsse, weil es keine Ver-anlassung hatte, ihren Werth einzusehen, und sie zunützen, versteht sich von selbst. Überhaupt mußman, wenn man ein wahres Gemählde von den Deut-schen dieser Zeit haben will, die Nachrichten vonden wilden Völkern in andern Welttheilen, beson-ders