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Einleitung.
und Mongolen lebten, und lange Zeit ihre eigeneFürsten hatten. Sie behielten dabey ihre eigeneSprache, daher fand der Venetianische GesandteJoseph Barbars zwischen 14Z6 bis 1450 hier, sei-ner Einbildung nach, Deutsche , mit welchen seinDeutscher Bedienter ohne Muhe reden konnte.(Zotni, sagt er, (Zerinsrncll linAva utuntur, ciuoäincle lcio, c^uig cuin tsmulum lisberem Lerrngnuin,uns collociuebantur et sztis le inuicem intelliAS-bant; eo moäo c^uo torte mntuo ccilloc^uentc? r'or-zulienlis et I^Iorentinuz gli^uis glter s1teriu8 animisenium sile^ultur »c sermonein pcrcij)!t. ImJahr 1475 darauf zerstörten die Türken das Gothi-sche Fürstcnthum in der Krimm; allein die Gothi-sche Sprache erhielt sich in den gebirgigen Gegen-den noch lange. Denn hundert Jahr daraus erfuhrBusbeck zu Constantinopel, daß sie noch die Städ-te tl^ancuz und Gcivarin bewohnten,, und demChan der Krimm mit achthundert Büchsenschühenim Kriege dienten. Die Wörter, welche er im vier-ten Briefe aus ihrer Sprache anführet, bestätigendie schon tausend Jahr vorher aus dem Ulpbilaserweisliche nahe Verwandtschaft mit der DeutschenSprache. Seit der Zeit hat kein Reisebeschreiber,so viel ich weiß, dieser Krimmischen Gothen mehrgedacht. Mancuz, Mangut, ehedem Gothic»,ihre ehemahlige Hauptstadt, ist jetzt ein armer Fle-cken, der von Juden und wenigen Tartarn bewohntwird.
Was von Gothischen Überbleibseln in Steyer-mark und Thüringen von einigen behauptet wird,sind bloße Muthmaßungen, welchen alle Beweisefehlen.
Anfang der H. 15. Die Völkerwanderung war eine wahreWohlthat für das nördliche Europa und besonders
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