II. Deutsche Sprache. zr
rung, so wie sich die Begriffe ändern nnd verfeinern.Die Wörter rusc^b, ?7>/5v/x«, sp!riw8, snima,Geist, bedetiten ursprünglich Wind, dann denAthem, nnd endlich ein unkörperliches vernünftigesWesen. Verstehen, Absicht, Endzweck, auf-richtig, aufhören, anstehen, und unzählich ande-re sind insgesammt von körperlichen auf geistigeHandlungen übergetrageneAuSdrücke. 2. Bildungneuer Wörter durch die schon vorhandenen Vor-und Nachsylben; ein sehr fruchtbares Hülfsmittel,welches auch sehr frühe und sehr häusig gebrauchtwurde, z. Buchstäbliche Übersetzung der 'Ausdrü-cke einer ausgebildeten fremden Sprache; ein Mit-tel, dessen sich alle Sprachen überaus häusig be-dient haben. So übersetzten die Griechen die Mor-genländischen, die Römer die Griechischen, dieDeutschen zund andere Völker die Römischen Aus-drücke, um Nahmen für neue Begriffe zu bekommen.Dcgreiffen, xcrcixeie, anjÄngen, ansahen, an-heben, incij?si c, von jemanden abhängen, 6e-xencieie, Amboß, incu8, anlangen (betreffen),Attinere, angenehm, sccsj)w8, bekehren, con-vertere, becmem, conveniens, coirnnoäuz, be-scheiden, äitcretuz, Umstand, circumliginig,Att'che, eccjelia, von kören, wählen, sind einigewenige Beyspiele unter so. vielen. Freylich gerie-then sie oft ungeschickt genug. Barmherzig, ehe-dem armherzig, nach niilcncoi-8; erbarmen,barinen, ehedem nur armen, mileren; Zlmuurh,ohne Zweifel nach amoeuitüs, als wenn dieses vonmenL käme; inständig, iMgliter, bey dem KerognL^iUÄQtli^; das Oberdeutsche anrvünschen,an Kindessiatt annehmen, von aäoxtsre; Keroö///-m^/Mü, ?/«-a///Mi/>, die Beschaffenheit, nachdem Lat. ^Ug1it38, die alten ^/o^L^a?!, beueäiee.