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Einleitung.
der keine Tarock-Karten und die Huronen keineHimmelskugeln hätten! Spielkarten und Him-melskugeln setzen eben so viele Cultur des Geistes,als Liebesbriefe Verfeinerung und folglich auch Ver-derbnis der Sitten, voraus, und wie reimen sich bey-de mit dem Zustande wilder Jäger?
Von Carls des Großen eigenen Arbeiten, wozu er allen-falls sich ftnuöer Hände hätte bedienen können, ist uns nichtsals oer bloße Nahme übrig; allein von seinen Zeitgenossenhaben wir noch:
1. Die sogenannten Boxhornischcn Glossen, d. i. zweykleine Vocabnlaria, welche Verhorn aus zwey alten Hand-schriften aus dieses Kaisers Zeiten in seiner ttilr. univers.S. 4Z2 f. abdrucken ließ, worauf sie mit in den zweytenBand des Schilcerischen 'I'Kes.uirlis anfgenommen wurden.Doxooru hielt sie sehr freygebig für Carls des Großen ei-gene Arbeit.
2. Ein Paar alte Beichtformeln, deren einer sich Carlselbst bedienet haben soll, in Lambecii Lomment. cle Libl.Viiicicil), B. 2. Cap. 5. S.ZI8. aus einer «lten Handschrift,die Carl von dem Papst Hadrian zum Geschenk erhalten,und vor Flacii Ausgabe des Ottftied. Beyde sind nach-mahls von Eckhardt, Dietrich von Scade, Schilrer undandern, mehrmahls wieder herausgegeben worden.
Z. Ein Lateinischer noch ungedruckter psalrer mit derDeutschen Übersetzung, aus welchem L-psius in seinen Brie-fen giiLciA, Lent. z. S. 4Z. der Ausg. Antw. iS^z eini-ge Stellen abdrucken ließ, die nachmahls Lasaudonus mitrvilh. Somners Anmerkungen seiner (.omment. cle lin-ßu-z 8izxo„. vec. beyfügte.
4. Z^aban Maurus, welcher 847 Srzbischof zu Mainz wurde, aber gegen das Sude der Regierung Carls Lehrerder Mönche zu Fulda war. Man hat unter seinem Nah-men ein lateinisch - Deutsche« Glossarium von etwa 2,6oc>Wörtern, welche unverdauete Rhapsodie mehr eine Arbeiteines jungen Mönchs zu Fulda , als dieses berühmten Mannes,zu seyn scheinet. Es befindet sich in Eckhardts Lommen.tsriis cie rebus krsncize oriciu. Th. 2. S.ZZo f. Sieheauch I»h. Oiekmannö 8jiecimen tZlolssrü ^Lti ^scino^
l'tieo-