Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
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Einleitung.

' Cultur Deutschlandcs nach. Er fuhr fort, Schu-len anzulegen, und ob man gleich in denselben nichtsweniger als Deutsch lehrete, fo dienten sie doch beyallen ihren Mängeln zur Bildung de6 noch äußerstrohen Geschmackes.

Wie sehr die Deutsche Sprache um diese Zeitvon den Geistlichen und Großen verachtet worden,erhellet am deutlichsten aus Ottfrieds Schrei-ben an den Erzbischof Liurberr zu Mainz . I^in-Zua eniin naee, sagt er, velut JAreltiii Iiabetur, cluins vrovrÜ3 nec ll:rivturs, nec arte slicma nllis eltteinvoribus exvolita, c^uiove c^ui nee nilton^s Quo-rum znteceiloruin, nt inultas Aentez cetei se, eoin -inenclgnt mcinorias, nee eorum Aelta vel vitamornant cliAnitatiz »mors. (^uoä ii rgro contiAit,slinruin ?entiuin lin^ug, in ell^ Lgtinorurn velLiaecoruin votiu« ex^>lgnant; cavent sliarmn ettletormitatein non vere<:un6ant lusrum. Ltuvsntin aliis vel litterula varva artein transAreai, et vae-ne vlovria lii^Zua vitiuin Aenerat ver lin^ula ver-ds. ?.e8 miia tain maZnox vims viucientiae cle-clitos, esutela vrgeeiouoZ, g^ilitate lullultos, ta.nientia lgtoz, lgnclitgte vi'aeclawx, cuncta Iisee inslienae linAuss vlvrigin tiINs5erre, et ulum leri.vturae in vrovria linAua non lisbeie.

Eines der vorzüglichsten Verdienste dieses Kai-sers war, daß er die Bibel in Nieder-Deutsche,eigentlich Nieder-Rheinische, Reime übersetzen odervielmehr umschreiben ließ. Daß dieses wirklich ge-schehet!, versichern verschiedene gleichzeitige Schrift-sieller, und Andr. du Lheone hatte die ganze Ar-beit wirklich in Händen, und ließ den LateinischenVorbericht davon in dem ersten Bande seiner 8ci i-^tormn reruin trsncicarum abdrucken, ohne doch

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