Einleitung.
6. Vier Lateinisch-Deutsche Glossaria, in deS Hrn. AdtGerberrs Itin. ^lemonnic», S- l", 15, lc>9 und 136 desAnhanges, worunter besonders das zweyte sehr weitläufigund schätzbar ist. Sie befinden sich, so wie die im vorige«enviihnten Stücke, nur bey der Lateinischen Ausgabe seinerNeise; in der Deutschen sind sie weggeblieben.
SchwM- §. 22. Unter den Schwäbischen Raisernsche Dich- (nz6 - 1254) brach endlich um die Mitte des zwölf-Kr. ten Jahrhunderts der schöne Morgen für die Spra,che und schönen Künste an, welchen die Dämme-rung von Carln dem Großen an verkündigt und vor-bereitet hatte. Die Künste, zu allen Zeiten Töchterdes Überflusses, erwachten, der Geschmack ward ver.feinert, und unter dem Glänze der Lehnsverfassungentstanden die Schwäbischen Dichter, welchesich unter dem Schuhe der Schwabischen Kaiser inSchwaben bildeten, und sehr bald in ganz Deutsch-land Bewunderung und Nachahmung fanden.
Man hat die Erscheinung dieser Dichter mehrals einmahl für unerklärbar ausgegeben; allein sieist es dem nicht, welcher mit dem Fortschritte desmenschlichen Geistes bekannt ist, und den Stufen-gang der Cultur Deutschlandes von dem sechstenJahrhundertc an kennet. Alle Umstände warenvielmehr so beschaffen, daß es ein Wunder gewesenseyn würde, wenn um diese Zeit nicht so etwas inDeutschland hätte vorgehen sollen. Es hatte anVolksmenge, Macht, Ordnung, Fleiß und Erfind,samkeit außerordentlich zugenommen. Die Lehns.Verfassung, welche sich dem höchsten Gipfel ihrerGröße näherte, verbreitete Glanz, Würde undMacht unter den obern, und der blühende HandelÜberfluß und Gefchmack unter den niedern Classender Nation. Die Kreulzzüge hatten die Deutschenmit dem Luxus des üppigen Griechischen Reiches
und