Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
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Einleitung.

bestimmtesten Bewegung ist, und bey einem so weit-läufigen Classennahmen, der alles unter sich begriff,keiner Art vor der andern der Vorzug gebührenkonnte, und so hieß das Wort Ding im Pluralganz richtig Dinge. Allein man brauchte eben das-selbe Wort auch oft im eingeschränktem Verständevon gewissen bestimmten körperlichen Dingen, undzwar von solchen, deren Plural man gewöhnlichdurch er bezeichnete, weil ihr Laut in der Mehrheitdieser Sylbe am nächsten kam, und sagte daher indieser Bedeutung wieder eben so richtig, aber nacheiner andern Analogie, Dinger. In manchen Fäl-len opferte man die eine Analogie ganz auf, undfolgte der andern, weil man sie nach der sinnlichenVorstellungöart der Spracherfinder am klärsten em-pfand.

Ans diesen und andern ähnlichen Fällen mehrentstanden nun in allen Sprachen so viele Abwei-chungen von der Ähnlichkeit, oder Ausnahmenvon den Regeln, welche die Erlernung der Spra-. ^ chen erschweren, aber nunmehr als nothwendige Übelgeduldet werden müssen, weil in allen Sprachen al-les auf nur dunkel empfundenen Ähnlichkeiten beru-het, und sich daher statt einer weggeschafften Aus-nahme deren zwey neue einstellen würden.

Zvrach- §. ??. Hierzu kommt noch, daß der Mensch, inregeln um- seinein ungebildeten Zustande, als ein getreuerSohn der Natur, in allen seinen Handlungen nurMc z.ille. u,^n,n,rkt von einer Art der Ähnlichkeit zurandern übergehet. In den Sprachen wird diesesvorzüglich merklich, weil sie nicht willkührlich odernach deutlichen Erkenntnißgründen, sondern nachdunkel empfundenen Ähnlichkeiten, gebildet sind.Daher ist der Übergang von einer Art der Ähnlich-keit