i.Kap. Von den Buchstaben. §.27.28. 149
z. Vor einem ausgeworfenen und verschwiege-nen e: dem würdigen, du fandst, der Tadler,für Tadeler, Adler, für Adel-aar, d. i. edlerAar, Schuldner, für Schuldener, LTladler,widmen, fürrvidemen, Ordnung, Handlung,Weidmann, für N?eidemann.. Bodmerey, fürDodemerey, du empftnd'st, Mündlein, B<ind,lein, für MündeZein, Ixindelein. Hierher ge-hören auch die abgeleiteten Wörcer auf ling, wodas d gleichfalls gelinde lautet, obgleich das aus-gestoßene e hier nicht fo erweislich ist: Blendling,Fremdling, Gründling, Findling, Wildling,(hier bey einigen auch hart,) blindlings.
4. Wenn es m einem und eben demselben Worteverdoppelt wird, dergleichen Falle doch im Hochdeut-schen nur selten sind: KVidder, iLdda, Nidda .Die Meißnischen, Schlesischen und NiedersächsischenMundarten hingegen lassen oft da ein doppeltes d mitvorher gehendem geschärften Hülfslaute hören, wo imHochdeutschen nur ein einfaches nach einem gedehn-ten Hülfslaute gesprochen wird: Bodden, Fad?den,Fedder, für Boden, Faden, Feder.
' :<M;?.'M-(i!..'. >'.'?dl»0t-5m»'-'^ ck^^diÄTtt.^.^Alt§. 28. Hart hingegen und wie ein t lautet es':
i. Am Ende eines Wortes: Abend, Tod,blind, Bad, Bild, Jugend, Gegend, liebend;wo es doch in der Abänderung seinen weichen Lautwieder bekommt, Todes. Wenn die HochdeutscheMundart dieses d am Ende weich ausspricht, sobezeichnet sie solches durch ihr milderndes c: blö-de, geschwinde, gelinde, Bürde, Erde, Freu-de, "Gnade, Heide, Lade, Sünde; wo härtere
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