Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
150
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I5O l.TH. i.Abschtt. Bildung der Wörter

Mundarten blöd, geschwind, gelind u.s.f. schrei-ben und sprechen.

2. In den mit solchen Wörtern gemachten Zu-sammensetzungen, wenn gleich ein Hülfslaut fol-get: Abendopfer, Schuldopfer, Handarbeit,Nlundarc, Handlanger.

z. Vor den Ableitungssylben, welche sich miteinem Hauptlauts anfangen, und vor welchem kein evusgestoßen ist: bildlich, niedlich, schädlich,Mädchen, Bändchen, Äündniß. Ausgenom-men sind die oben schon angeführte Ableitungssylbeling, und die einzelen Wörter redlich, weidlich,und vielleicht noch einige andere, wo es im Hoch-deutschen gelinde lautet.

dem §. 29. Das dt ward ehedem sehr häufig, aberohne alle Noth, anstatt eines bloßen r geschrieben:Drodt, Schwerdt, für die richtigern Äror undSchwert. Die Stadt, urbs, ist noch das eini-ge Wort, in welchem man diese Schreibart beybe-halten hat,, vermuthlich, um es mit Statt, locus»nicht zu verwechseln, mit welchem es doch nur einund eben dasselbe Wort ausmacht. Das dr wird jetztnur noch alsdann geschrieben, wenn es aus der zu-sammen gezogen ist: gesandt, für gesendet, be-redt, von beredet; allein beredsam und Veredsfamkeir können auch unmittelbar von bereden ab-stammen, und ohne r geschrieben werden; ge-wandt, verwandt, für gewendet, verwendet,obgleich letzteres auch noch eine andere Ableitungleidet, und alsdann verwannt geschrieben werdenkann; er empfinde, für empfindet; wohin auch