i. Kap. Von den Buchstaben. §. 30. 151
das Adjectivum todt gehöret, welches eigentlich dasParticipium eines veralteten Zeitwortes roden,sterben, ist.
§. zo. Das f, der stärkste Blaselaut, welcher xgut des f,folglich stärker blaset, als das w, weicht von seinemeigenthümlichen laute nur selten ab. Es lautet ein-fach nach einem gedehnten Hütfslaute, strafen, ru-fen, die Schafe; gedoppelt aber nach einem ge-schärften, Affe, treffen, schaff. In manchenFällen, besonders Zwischen zwey Selbstlauten undnach dem l, wird es im gemeinen Leben so gelinde,als ein rv, gesprochen, Briefe, Schwefel, Hafen,Hafer, prüfen, zwölfe, ^Völfe.
Wenn nach einem geschärften Hülfslaute nochein Hauptlaut vor dem f her gehet, so nimmt esgleichfalls an der Schärfung des erstem mit Theilund lautet gewisser Maßen gedoppelt: dürfen,werfen, Schärfe, Töpfer, Sümpfe. Alleines ist unnöthig, es hier doppelt zu schreiben, weildie Aussprache dadurch nicht bestimmter wird, dieSchärsung des vorher gehenden Hülfslautes auchdurch die zwey Hauptlaute bereits hinlänglich be-zeichnet ist, und überhaupt die Etymologie sich die-ser Verdoppelung des f widersetzt, welche doch beydenenjcnigen Herren, welche diese Neuerung ein-führen wollen, so vieles gilt. Wenn das f denDienstlaut in einem Wurzelworte begleitet, so ist esallemahl einfach, und bezeichnet entweder eine Ver-stärkung, oder einen andern dunkeln Nebenbegriff.
Mit mehrerm Rechte läßt es sich nach einemDoppellaute verdoppeln, wenn derselbe geschärft
K 4 wird,