,I2 i.TH. r.Abschn. Bildung'der Wörter.
wird, und folglich das f doppelt gehöret wird; dennhaß, wider die bisherige allgemeine Meinung, auchDoppellaute geschärft werden können, werden wirjmfolgenden §. 89 sehen: greiften, pfeiffen, schleif-fen, sauffen, sauffen, N?eiffe, welche man da-her auch billig doppelt schreiben sollte, obgleich bis-her nur ein einfaches f üblich gewesen, weil man ge-glaubt, nach einem Doppellaute keinen Hauptlautverdoppeln zu dürfen.
Einige neuere Sprachlehrer glauben, in dem feinen dreyfachen iaut entdeckt zu haben, einen gelin-den, wie in trafen, einen geschärften, wie in Schasfen, schlafen und strafen, und den gedoppelten, intreffen. Allein sie verwechseln Eigenheiten der Aus-sprache mancher Provinzen mit dem allgemein übli-chen. Das f sollte, als der stärkste Blaselaut, nie an-ders, als mit einer gewissen Schärfe gesprochen wer»den, so wie es jedermann in Schafe, fchlafen undstrafen spricht. 5äßt man es in Grafen und einigenandern Wörtern gelinder hören, so ist das ein Fehlersolcher Provinzen, welche sich in der Aussprache demNiederdeutschen nähern. In den schon angeführ-ten Briefe, TVölfe u.s.f. lautet es, selbst im Hoch,deutschen, noch gelinder, völlig wie ein rv; ohne daßes noch jemanden eingefallen wäre, aus dieser Ei-genheit ein neues f zu machen, und folglich diesenBuchstab vierfach anzunehmen. Mit dem scharfenfoder ß verhält es sich ganz anders, davon an sei-nein Orte,
Aussprache §. zi. Das g wird unter allen Buchstaben inü. den Deutschen Mundarten am schwankendsten undunbestimmtesten ausgesprochen, und diese Verschie,
denheit