Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
162
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-62 I. Th. I. Abschn. Bildung der Wörter.

jeyt, wie ie, icder, iemahls, iener, iemand, iyt;ein Fehler, welchen man wohl ehe den Hochdeut-schen aufbürden wollen, bey welchen er doch wirklicham seltensten angetroffen wird, und bey ihnen alle-mahl ein Überbleibsel einer provinziellen Mundartist. Wenn ie zweysylbig gesprochen werden sollte, sogehet daö i im gemeinen Leben gerne in das j über.Z.ilie, L.inje, Pinje, perersllje, für die richtigernL.ilie, Ainie, Pinie, Petersilie.

Von dem k. §. 35. Das k, der Harteste Gaumenlaut, lautet amstärksten am Anfange eines Wortes vor einem Hülfs-laute, und am Ende einer geschärften Sylbe: kom--inen, kaum, Zxauf, Nahn, Banr, stark, Sack;ein wenig' gelinder vor den flüssigen Buchstaben unddem r, und nach einem gedehnten Hülfslaute, klein,kraus, Haken. Wenn es nach einem geschärftenHülfslaute doppelt lauten sollte, so wird dafür c?gebraucht.

Dieses ck ist in den neuern Zeiten mehrmahlsangefochten worden; theils wegen seiner Figur, wo-für man kk für schicklicher gehalten, ohne zu beden-ken, daß das ck bloß um der Bequemlichkeit imSchreiben willen eingeführet worden, weil das k fürdie Schrift der schwerste Buchstab ist, und auf dieFigur ohne dieß nichrS ankommt, zumahl wenn ihreAbweichung von dem Gewöhnlichen so unbedeutendist, als hier; theils wegen der Verdoppelung selbst,indem man behauptet, daß das k schon an sich dop-pelt laute, und daher nicht erst verdoppelt werdenmüsse. Wie ungegründet dieses ist, darf kaum erstbewiesen werden, indem es bey fehr mäßiger Sprach-kenntniß einem jeden einleuchten muß. Ein harterBuchstab seiner Classe ist deswegen noch kein dop-pelter,