Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
172
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!72 I.TH. r.Abschn. Bt'ldMg der Wörter.

erweislick) genug aus dem 5s der kleinern iateini-scheu Schrift entstanden ist. Es ist allemahl einZeichen eines scharfen Sauselautes ^ welcher imHochdeutschen nur.am Ende und in der Mitte einerSylbe Statt findet. Es lautet:

1. einfach geschärft, nach einem gedehnten Hülfs-und Doppcllaute, wenn der Sauselaut in der Bie-gung und Ableitung gescharst bleibt: wenn gleichder Hülfslaut in manchen Fällen seine Dehnungverlieret: j:e äßen, von ejscn, sie säßen, vonfuzen, groß, den Größen, die Große, ver-größern, bloß, enrbiößen, der Grüß, großen.So auch fließen, gießen, süß, versüßen, dieSüßigkeit, der Spaß, spaßen, späßhaft, dasFlo^i, flößen, außer, äußern, Fuß, Füße,Ruß, Schooß oder Schoß, Zrsmium, derAloß,das l-Viaß, und hundert andere.

2. Gedoppelt geschärft, nach einem geschärftenHülftlqute am Ende einer Sylbe oder vor einemHauptlaute: Haß, häßlich, Schloß, ich w..'ßre,er »ßt, fr.'ßt, mißt, Sprößling, Schößling.

Von dem ss. §- 44. Der verdoppelte scharfe Säuseler, oderdas ss wird nur nach geschärften Hüifs - und Dop-pellauten gesetzt, wenn noch ein anderer Hülfslaurdarauf folget: Masser, wissen, beflissen, beiftsen, heiAn, der wissen, lassen.

Von dem §. 45. Der Zischlaut, welchen wir durch dassch. dreyfach zusammen gesetzte Zeichen sch ausdrucken,ist ein Erbcheil des mittlern und südlichern Deutsch-landes, dagegen er in dem nördlichern sparsamer

gebraucht