Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
173
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i.Kap. Bonden Buchstaben. §.45.46. 17z

gebraucht wird, und in manchen Provinzen nachHochdeutscher Art gar nicht ausgesprochen werdenkann, sondern daselbst getheilt, wie sg, lautet. Daer mit einem und eben demselben Drucke des Mun-des ausgesprochen wird, so ist er eigentlich ein ein-facher laut, ob er gleich in manchen Wörtern ausdem den Hauch-mid Gaumenlauten vorgesetzten sentstanden ist, welche Falle die Etymologie lehrenmuß. Er stehet sowohl zu Anfange eines Wortes:schaden, schaden, schreiben, schlafen; alsauch in der Mitte und am Ende, er rväschr. Daer der Aussprache nach nur ein einfacher laut ist,so kann er sowohl nach einer gedehnten, als nach einergeschärften Sylbe stehen, ob er gleich im erstemFalle seltener vorkommt: sie rrüschcn, dräschen.Da man ihn, zurVermeidung des Übelstandes, nacheinem geschärften Hülsslaute nicht zu verdoppelnpflegt, ob er gleich alsdann doppelt ausgesprochenwird, waschen, Muschel, Tisches, haschen,so muß man die Falle, wo er einfach oder gedoppeltlautet, bloß aus der Übung erlernen.

§. 46. Das c ist der harte Buchstab seiner Laut des tElaste, der daher mit dem d nicht verwechselt «nd thwerden muß. Daß in den lateinischen Wörterndas ri, wenn noch ein Vocal darauf folget, wie ziausgesprochen wird, Motion, Portion, daher esauch bey Verkürzung solcher Wörter in ein z über-gehet, Horaz , Comumaz, ist aus der lateinischenSprachlehre bekannt.

In dem th ist das h nichts weniger als einZeichen der Dehnung des vorher gehenden odernachfolgenden Hülsslautes, indem man es von Ist-

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