Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
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2.Kap. Ursprung der Sprache. §. 6z. 215

vor siechenden Nebenbegriffen anfing, und zu denminder merklichen fortschritt. Da er von allendiesen Nebenbcgriffen und Verhaltnissen keine an-dern als dunkele Begriffe haben konnte, so konnte ersie auch durch keine andern als sehr unbestimmt tö-nende Laute ausdrucken, welche mir seiner dunkel ge-dachten Vorstellung einige Ähnlichkeit hatten. Da-her sind alle alten Flexions- und die ältesten Ablei«tungösylben unbestimmt tönende Wurzellaute, ein«zele Haupt- oder Hülsslaute, oder höchstens, einHauptlaut mit seinem Hülfslaute.

Das n, der nachahmende Ausdruck einer dunkelempfundenen gemäßigten Bewegung, ward, demWurzelworte zugesellet, der Ausdruck sowohl deödunkel empfundenen Begriffes des Handelns, Thunsoder Seyns, plarz n, sprech n, rveh n, blirz n;als auch eines den Laut des Wurzelwortes hervorbringenden Dinges, der Schüttn, Ladn, alsendlich auch der Vielheit, die Mensch n; das här-tere r, des handelnden Dinges, des Werkzeuges,einer dritten Person, plarz r, sprech r, .blirz r;das d oder t, welches schon die figürliche Bedeu-tung einer Anstrengung erhalten hatte, sowohl derAusdruck der geschehenen Wirkung, als der vergan-genen Zeit, plarz t, blitz t, u. s. f. Bey mehr Ver-feinerung und Übung begleitete man diese Laute miteinem Hülfslaute, die Härte zu vermeiden, bemerk-te, daß sie nur Verhältnisse und Nebenbegriffe be-zeichneten, und knüpfte sie daher an den Hauptbe-griff an, so daß beyder Ausdrücke nur ein und ebendasselbe Wort ausmachten: plarzen, sprechen,wehen, plarzer, Sprecher, Vlirzer, es plarzc,ge-plarzt, plarztüe. So kamen die Sprach-erfinder nach und nach nicht nur zur dunkeln Er-kenntniß der verschiedenen Arten der Begriffe, und

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