240 I.TH. l.Abschn. Bildung der Wörter.
„ßen kann, will ich, um mich kurz ausdrucken zu„ können, characreriftische N)örter heißen. Von„ dieser Art sind nach dem einhelligen Geständnisse„ aller Sprachphilosophen: i. die Zahlwörter, 2. die„ kronomins, z. das Verbum /^m, 4. die un-entbehrlichsten Wörter des gemeinen iebens, der-„ gleichen sind die Wörter, welche die Glieder des„ menschlichen Körpers, die nöthigen Gerathschaf-„ten, Kleidungsstücke, die verschiedenen Arten der„Blutsfreundschaft, z. E. Vater, Mutter, Sohn,„ Tochter, Bruder, Schwester u. s. f. die Dinge, die„jedermann vor Augen sieht, z. E. Sonne, Mond,„Sterne, Himmel, Wolken, Berg, Thal, Wasser,„Fluß,Regen,Tag,Nachtu, s. f. bezeichnen, und„endlich, 5. überhaupt die Stammwörter.,,
„ Die Identität ist entweder ganz sichtbar und„so handgreifflich, daß sie jedem, auch demjenigen,„ der kein Sprachphilosoph ist, sogleich beym ersten„Blick in die Augen fällt: oder sie muß erst durch„eine bald leichte, bald mühsame Reduccion dar-„ gethan werden. Diese letztere Art von Identität„ist an sich selbst so überzeugend, als die erstere;„aber sie ist es nicht für jedermann, sondern nur für„ den Sprachphilosophen. Ich darf nicht vergessen„hinzu zu setzen, was ich unter dem Worte Redu-„ duccion verstehe. Überhaupt bestehet sie darinnen,„daß man zeigt, daß Wörter, die beym ersten Anblick„ entweder in der Bedeutung oder in der buchstäb-„ lichen Gestalt, oder in beyden zugleich, verschieden„zu seyn scheinen, gleichwohl einerley sind. Die-„ semnach heißt die Identität in der Bedeutung„verschieden scheinender Wörter durch eine Redu-ktion herausbringen, nichts anders, als dar-„thun, daß solche Wörter in einer Grundidee, oder„ sonst nach einer begreifflichen Sprachanalogie mit
„ einan-