Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
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240 I.TH. l.Abschn. Bildung der Wörter.

ßen kann, will ich, um mich kurz ausdrucken zu können, characreriftische N)örter heißen. Von dieser Art sind nach dem einhelligen Geständnisse aller Sprachphilosophen: i. die Zahlwörter, 2. die kronomins, z. das Verbum /^m, 4. die un-entbehrlichsten Wörter des gemeinen iebens, der- gleichen sind die Wörter, welche die Glieder des menschlichen Körpers, die nöthigen Gerathschaf-ten, Kleidungsstücke, die verschiedenen Arten derBlutsfreundschaft, z. E. Vater, Mutter, Sohn, Tochter, Bruder, Schwester u. s. f. die Dinge, diejedermann vor Augen sieht, z. E. Sonne, Mond,Sterne, Himmel, Wolken, Berg, Thal, Wasser,Fluß,Regen,Tag,Nachtu, s. f. bezeichnen, undendlich, 5. überhaupt die Stammwörter.,,

Die Identität ist entweder ganz sichtbar undso handgreifflich, daß sie jedem, auch demjenigen, der kein Sprachphilosoph ist, sogleich beym erstenBlick in die Augen fällt: oder sie muß erst durcheine bald leichte, bald mühsame Reduccion dar- gethan werden. Diese letztere Art von Identitätist an sich selbst so überzeugend, als die erstere;aber sie ist es nicht für jedermann, sondern nur für den Sprachphilosophen. Ich darf nicht vergessenhinzu zu setzen, was ich unter dem Worte Redu- duccion verstehe. Überhaupt bestehet sie darinnen,daß man zeigt, daß Wörter, die beym ersten Anblick entweder in der Bedeutung oder in der buchstäb- lichen Gestalt, oder in beyden zugleich, verschiedenzu seyn scheinen, gleichwohl einerley sind. Die- semnach heißt die Identität in der Bedeutungverschieden scheinender Wörter durch eine Redu-ktion herausbringen, nichts anders, als dar-thun, daß solche Wörter in einer Grundidee, oder sonst nach einer begreifflichen Sprachanalogie mit

einan-