Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
242
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242 l. Th. I. Abschn. Bildung der Wörter.

4.Sprachen, in denen zwey Drmheil odermehr als zwey Drircheil der characteristischenWörter identisch sind, sind nahe verwandte Diaslecte, und ihre Verwandtschaft steigt oder fällt, erstlich je nachdem die Menge der characteristischenWörter über oder unter zwey Drittheilen ist, undzum andern je nachdem die Identität mehr oderwenigersichtbar ist.,,

5.Je sichtbarer die Identität der chara-kteristischen Wörter in der Bedeutung und buch- stäblichen Gestalt ist: je ungezwungener die Re-duction ist, und je seltener sie geschehen darf, um die Identität darzuthun; desto gewisser kann manseyn, daß Sprachen, in denen alles dieses anzu-treffen ist, als Dialecte zusammen gehören, undje mehr solches Statt findet, desto verwandtersind selbst die Dialecte.,,

Das bisherige betrifft die Vergleichung derSprachen nach derMacerie, das ist, nach den Wörtern. Ob man nun gleich hieraus schon ziem-lich sichere Schlüsse für oder wieder die Verwandt-schaft der Sprachen sowohl, als der Nationen, diesie reden, ziehen kann; so ist es doch nöthig, auch»die Lorin derselben, das ist, diegrammaticalischeEinrichtung, mit in Betrachtung zu ziehen. Weilaber die Vergleichung der grammatischen Säße mehrerer Sprachen keinen Schwierigkeiten unter-worfen ist, so halte ich mich jetzt nicht weiter da-bey auf.

Es würde mich hier zu weit führen, wenn ichdie einzelen hier und im Vorhergehenden über denUrsprung der Sprache vorgetragenen Sähe prüfen

wollte,