?. Kap. Von dem Tone. §.82.8?. 249
je mehr sie zurBestimmung der ganzen Vorstellungund ihres Ausdruckes beytragen, desto merklicherund bestimmter ist auch ihr Ton. Daher haben diegrößern und genau bestimmten Redetheile, z. B.die Substantive und das Verbum, uud die stärk-sten und deutlichsten Bestimmungswörter, wie dasAdjectiv, die Zahlwörter, die mehrsilbigen Prono-mina und Adverbia , allemahl den vollständigstenund merklichsten Ton; diejenigen aber, welche nurschwach bestimmen, wie die Artikel, viele der Par-tikeln, und einige unbestimmte Pronomina, inglei-chen solche Wörter, deren Bestimmung zur Ver-ständlichkeit des Ganzen nicht so nothwendig ist,wie die persönlichen Pronomina vor den Verbis,haben eigentlich gar keinen Ton, sondern werfen ihnauf das Wort, welches sie bestimmen: der Nlann,wenn der der Artikel ist, aber der Mann, wels-chen wir sahen, wenn es das Pronomen ist; einHaus, der Artikel, aber ein Haus, das Zahlwort;sehr schon; ganz rvöhl, aber das Glas istnoch ganz, weil es hier stärker bestimmt; er sagt,ich war, sie gehen, rvir alle. Im folgendenwerden wir von dem Tone in ganzen Säßen aus-führlicher handeln.
§. 8Z. Am merklichsten ist der Ton in mehrsyl- Ton derbigen Wörtern, daß ist, in solchen Wörtern, welche Wurzel-entweder gebogen, oder abgeleitet, oder auch zu- ^lben«sammen gesetzt sind. Von den letzten reden wir aneinem andern Orte; hier haben wir es nur mit denbeyden ersten Arten der mehrsylbigen Wörter zuthun. In einem solchen mehrsilbigen Worte wird dieStamm - und Wurzelsilbe allemahl mit der stärkstenErhebung der Stimme ausgesprochen, weil sie denGrund des ganzen Wortes enthält: verehren, Ge?bieter, emerbtter, Beschaffenheit, Gefälligkeit,
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