z.Kap. Von dem Tone. §.95.91. 261
lung der erstem verworfen. Mein, die ganzeSprache beweiset das Gegentheil, wie schon an sei-nem Orte in dem Kapitel von den Buchstaben ge-zeiget worden. Das ch, p, k, t und z stehen imHochdeutschen so hausig nach gedehnten Hülfslau-ten, und in den Mundarten, die denn auch immerDeutsch sind, noch häufiger, daß diese Regel mehrVerwirrung als Nutzen stiftet: fluchen, suchen,Stapel, hapern, Naper, spät, gut, Blut,Ekel, Haken, Laken, Vare, tVieke, Wake,er buk, spuken, Luke, Schnake, takeln, er-schrak, pauke, mäkeln, Mäkler, Takelrrerk,Mauke, Rauke, schaukeln, gaukeln, sind nurein Paar Beyspiele unter so vielen, wo der harteHauptlaut eine gedehnte Sylbe schließt. Von dem ;S. §. 49«
§. 91. Den geschärften Ton einer Sylbe er- Merkmahlkennet man vornehmlich an den gedoppelten Con- des ge-sonannten am Ende derselben, sie seyen nun voneiner Art oder von verschiedenen: all, Lall,Aamm, Herr, soll, matt, Ecke, lecken, oft,gern, Stadt, emsig, Glanz, glänzen. Daßder Fall nicht hierher gehöre, wenn durch die Bie-gung und durch ein ausgestoßenes e, Consonantenzu einer gedehnten Sylbe kommen, ist schon im vo-rigen bemerkt worden: du fliehst, gehörst, liebst,geliebt. Die Biegung ändert an dem Tone nichts,wohl aber die Ableitung, und die Fälle, wo auchdiese bey Häufung der Consonanten den Ursprung,lich gedehnten Ton unverändert gelassen hat, sindzum Theil schon §. 87. angezeiget worden, welchezugleich als Ausnahmen von dieser Regel angesehenwerden müssen.
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