Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1782)
Entstehung
Seite
278
Einzelbild herunterladen
 

-78 i.TH. s.Abschtt. Von den Redetheilm.

Des Ad- §. 102. Nach der Bestimmung der Selbstän-jettivs. digkeit und des Umfanges oder der Zahl folget dieBezeichnung der Merkmahle oder Eigenschaften desSubstantives, d. i. derjenigen Beschaffenheiten,welche man demselben als beygelegt, oder als andemselben befindlich vorstellig machen will. Die-ses geschiehet 4. durch die Adjectiva, welche manim Deutschen auch Beyrvörter oder vielmehr rich-tiger Eigenschaftsrvörcer nennet, welche zumZeichen, daß die von ihnen angedeutete Beschaffen-heit dem Hauptworts schon als beygelegt gedachtwird, im Deutschen allemahl ihre concrete Bie-gungesylbe haben müssen: der große Mann, einschönes Haus, großer Mann.DerProno- §. ^Z. 'Äußer diesen Bestimmungen bleibenmiumw oft noch gewisse Verhältnisse zu bezeichnen übrig,welche bloß für den Augenblick der Rede gelten, odereinem Dinge nur in dem Augenblicke, da man vonihm spricht, Zukommen. Zu diesen Verhältnissengehöret vornehmlich das Verhältniß der Person>des Besitzes in Ansehung der Person, des Ortes,und der Stellung in der Rede. Alle diese bloß Zu-fälligen und vorüber gehenden Verhältnisse werden5. durch die Pronomina ausgedruckt, welche manbisher sehr unschicklich Ktrrvörccr nannte, weilman glaubte, sie wären'bloß dazu bestimmt, dieStelle der Hauptwörter zu vertreten, welches dochnur bey den wenigsten Statt findet, und alsdannbey ihnen eben so zufällig ist, als bey den übrigenBestimmungswörtern des Substantivs» Braucht, man ja einen Deutschen Nahmen, so könnte man sievon ihrer vornehmsten Verrichtung personwörcer,oder personliche Bestimmungswörter nennen.Der Advtt- §..104. Durch die letztem vier Redetheile warddas Unselbständige, welches zur Bestimmung des